V.
Die Familie von Schoenebeck.
i.
Die Stammlinie
Wir haben oben verschiedentlich (Seite 53) darauf hingewiesen, daß dieFamilie Hertmanni durch 3 Ehen mit der Familie von Schoenebeckverwachsen war. Eine Tochter des Begründers der Bergheimer Linie JohannMichael Hertmanni —2007—, und seiner Frau Anna Maria Sarah vonSchoenebeck, nämlich Anna Katharina Wilhelmine Hertmanni —2005—, diewiederum mit einem Schoenebeck, nämlich mit Leopold von Schoenebeck, ver-heiratet war, ist sogar die Stammutter der heute noch lebenden Familie vonSchoenebeck geworden.
Deshalb dürfte es zu rechtfertigen sein, wenn wir im Folgenden die Ge-schichte dieser Familie im Zusammenhang zur Darstellung bringen.
Das Geschlecht der von Schoenebeck kommt außer in Deutschland auch inden skandinavischen Ländern vor. In Deutschland kann man einen rheinischenund einen westfälischen Stamm unterscheiden.
Der rheinische Stamm leitet sich von einem Hermann von Schoenebeck ab,der zu Anfang des 16. Jahrhunderts mit einer von Müttinghoven aus derGegend von Rheinbach verheiratet war. Sein vor dem Jahre 1585 verstorbenerSohn hatte als Gattin die Tochter Susanne des kurpfälzischen Kriegs- undKammerrats Georg von Aschebrock zur Malenburg und der Hedwig vonWestrem zu Simmern. Dieser Ehe ist entsprossen Gerard von Schoenebeck. Erwird 1637 als Amtmann und Belgischer Landschreiber zu Bergheim aufgeführt;seit 1652 erscheint er als Erbpächter des Lohfelder Weihers und der InselGrafenwerth bei Honnef. Verheiratet war er mit der Tochter Sibilla (vonDiedrich von der Lippe und Elisabeth von Doven), die ihm das von der Muttergeerbte Gut Asperschlag im Kreise Bergheim zubrachte. Hier in Asperschlagscheinen auch ihre beiden uns bekannten Kinder Katharina Isabella und PeterDiedrich von Schoenebeck geboren zu sein. Letzterer erhielt am 20. 8.1655 das Gut Asperschlag als Lehn, verkaufte es aber am 29. 3. 1676 an dieWitwe Johann von Heinsberg. Bis zu seinem am 3. 11. 1688 erfolgten Todelebte er dann als kurfürstlicher Hofkammerrat und Oberkriegskommissar inDüsseldorf, wo er in der Klosterkirche zum hl. Antonius von Padua, der heu-tigen Pfarrkirche St. Maximilian, beigesetzt worden ist. Bei dem in den Jahren1734 bis 1736 erfolgten Umbau dieser Kirche muß sein Grab beseitigt wordensein.