II. Die freiherrliche Linie.
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Johann Bernhard Hertmanni 1647—1680.
Mit ihm beginnt die freiherrliche Linie, die im Jahre 1778 mit demMannesstamm ausgestorben ist.
Er war der erste Sohn des vr. Johann Michael und der Anna Blancken-berg und wurde am 1. 5. 1647 zu Köln in der Kirche St. Alban getauft, inderen Bezirk die Eltern vermutlich in dem Hause am Quatermarkt gewohnthatten.
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veteris inontl8, et eiu8 loco La8par LlsncüenberZ, ^Zne8 UinckZen8 genanntBlankenberg". So lautet die Eintragung im Kirchenbuch?) Die 3 letztgenann-ten sind die Namen der Paten. Joannes Blanckenberg, der Abt von Altenbergb. Berg.-Gladbach, und der vr. Caspar Blanckenberg waren Brüder der Mutter.Die Agnes Lindgens war die Großmutter mütterlicherseits. Sie hieß eigentlichLinckens. Wir dürfen eben nicht vergessen, daß alle Eintragungen nicht aufGrund vorgelegter Urkunden in jenen alten Zeiten erfolgten, und daß oftgenug die ganz ungebildeten Küster die Eintragungen Vornahmen.
Auch Johann Bernhard besaß den Doktortitel der Rechte. Im Jahre 1670wurde er zum kurkölnischen Hofgerichtskommissar ernannt, stand aber auch inDiensten der Kurfürsten von der Pfalz und war als kurpfälzischer Rat wie seinVater Syndikus der Jülich'schen Landstände.
Wir haben oben (Seite 40) einen Brief des Kurfürsten Philipp Wilhelmgebracht, in welchem dieser dem Johann Bernhard sein Beileid über den Todseines Vaters Johann Michael zum Ausdruck brachte. Wir besitzen noch die Ab-schriften zweier anderer Briese desselben Kurfürsten, aus denen hervorgeht, daßdieser dem Sohne seines früheren Geheimen Rats ein großes Interesse ent-gegenbringt?) Sie lauten folgendermaßen:
I. Von Gottes Gnaden Philipp Wilhelm etc. Unseren gnädigsten grüß zuVor. Hochgelehrter lieber getrewer etc. Nun seynd wir demselben in ansehungewers Verstorbenen Datters seeligen getrewer Diensten zu willfahren nit unge-wiß. ferner ist uns nöthig zu wissen, ob ihr in ewers Vatters function alsMischer Unterherren syndicus, weilen derselbe solches so wohl umb dieselbe alsauch das Landt mit seinen getrewen Diensten meritiert hat, continuirt werdetauch was e/ mit denen Bey Euch Vorhandenen uns Von denen underherrenBey unseren heraußreisen zu dem polnischen intent eingewilligt noch restirendgelder Vor eine Beschaffenheit habe, und seyend Euch zu gnaden geneigt.
geben Grunau, den 13. meyi 1670
gez. Philipp Wilhelm.
II. Von gottes gnaden Philipp Wilhelm etc. Unseren gnädigsten grüß zuVor. Hochgelehrter Lieber getreuer. Ihr wisset, daß wir Eweren dritten Brude-
') Kölner Kirchenbücber auf dem Hist. Achriv 11. 87 S- Alban.
Düsseldorfer Staatsarchiv, Abt. Familienarchive.
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