Druckschrift 
1 (1817) Erfahrungsseelenlehre, Logik, Metaphysik und Aesthetik
Entstehung
Seite
88
Einzelbild herunterladen
 

88

Logik oder Vernunftlehre.'

glichen worden sind, entweder verbunden oder getrenntwerden, heißt urtheilen; z. B.. der Men-ch iststerblich, der Mensch ist nicht unsterblich, die Seeledes Menschen ist unsterblich. > Die Uctdeilskraftist also das Vermögen, zwey Begriffe, oder zwei) An-schauungen, oder einen Begriff und eine Anschauungmit einander zu vergleichen, wodurch sich zeigt, obdieselben mit einander verbunden werden können, odernicht. In einem Urstheil heißt der eine Begriff(Mensch), wovon etwas bejaber oder verneint wird,das Subjekt. Das Prädikat (sterblich, un-sterblich) ist dasjenige, was dem Subjekt beogelcgtoder abgesprochen wird. Hierzu kommt noch dasV er b ind u n gs w o rt ^ (c-oziulu) ist, oder istuicht.

Zuweilen steckt dos Kerbindungswort schon in demWorte, welches das Prädikat bezeichnet, z. B. dieZeit eilet, die Sonne erwärmt.

§- HY-

Nach der Quantität werden die Unheils eilt-»gktheilt: in allgemeine, partikuläre und«linzelnc. In den erstem wird einer ganzen Artoder Gattung ein Prädikat zu oder akacivrochen. Z.B. alle Menschen sind sterblich. In den partikularenbejahet oder verneint man ein Prädikat nur m Anse-hung einiger Subjekte einer gewissen Gattung. I.B. einige Thwre sind VieNüßig. Wenn das Subjektrin einzelnes Ding ist, so gehört das Unheil zu den«inzelnen , z. B. die Erde ist rund.