82
Logik oder Vernunstlehre.
Art, z. B. die Begriffe von dem Eichbaum, Buch-baum, Kirschbaum, u. s. w. Diele Arten gehören zueiner Gattung (6enns), und der Gattungs-begriff enthalt die gemeinschaftlichen Merkmale allepdieser Arten z. B. von dem Baum überhaupt. Meh-rere Gattungen ftehcn unter einer hohem, z. B. dieGattungen Baum, Staude, Gras u. s. w. ste-hen unter dem hohem Gattungsbegriff der Pflanze.Ein noch höherer Begriff ist der von organisirten We-sen, unter welche die Pflanzen und Thiere gehören.So steigt der Verstand durch viele Begriffe von Zwi-schengattungen bis zur höchsten und allgemeinstenvon Dingen überhaupt. — Was einer Gattung,oder Art zukommt, muß auch allen Arten oder einzel-nen Dingen, die darunter begriffen sind, zukommen.
Wenn man die Merkmale zusammensaßt, welche mehre-re einzelne Dinge nicht gemein haben, so heißt dieses ihrUnterschied (llillarenti, Ituinerlca.) Auf eben dieseWeise entsteht der Begriff von dem Unterschiede mehre erArten und Gattungen ( äillerentia execiiica et geiieii-z. B. der Begriff von den Äterkmalcn, welche dieEichbäume und Buchbäume nicht gemeinschaftlich haben,bestimmt ihren specisischen Unterschied.
8. m.
Zlvey Begriffe heißen Wechselbegriffe, wenneiner statt des andern gesetzt werden kann. Man sagtalsdann, daF sie sich einander ein sch ließen, z. B.gleichseitiger Triangel, und gleichwinkliger Triangel.Wenn der erste Begriff zwar den zweyten, aber der-zwcyte den ersten nicht einschließt, so ist er dem erstensubordinirt, 5 . B. der Begriff von dem Quadratist dem von dem Viereck subordinirt. Wenn zwey