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1 (1817) Erfahrungsseelenlehre, Logik, Metaphysik und Aesthetik
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215
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Äesthetik. 2iZ

(durch Abwechslung und Mannigfaltigkeit, verbündet»mit Einheit der Zeitabtheilunqen und gleichmäßigerFolge der Töne) die Aufmerksamkeit wecken und derj Phantasie einige Beschäftigung geben, (wie z. B. dasRegelmäßige in Ambos-oder Trommelschlagen); wievielmehr muß dasjenige Spiel der Einbildungskraftund der Empfindungen gefallen, welches die Musikdurch jene Mannigfaltigkeit und Einheit der Form, d.i. durch Takt und Rhythmus, in solchen Toner»zuwege bringt, die an sich theils anmuthig und rei-zend, theils rührend sind? Denn vermöge jener enger».Verbindung, welche die Natur selbst zwischen dem Ge-höre und dem Herzen gestiftet hat, können viele Ge-fühle und Leidenschaften, z. B. muntre Fröhlichkeit,traurige Schwermuth, heftiger Schmerz u. f w. durchgewisse Töne auf eine für jedermann verständliche Artangedeutet und hierdurch das Gemüth des Hörender»zu gleichen Empfindungen gestimmt werden. Diesegroße Wirkung sowohl der Instrume n t a l - als be-sonders der Vokalmusik erfolgr.desto unausbleiblicherund vollständiger, je geschickter d'er Tonkünstler Taktund Rhythmus, selbst die Melodie (d. i. der»einstimmigen Gesang) und die Harmonie (dieVerbindung mehrerer Stimmen, deren jede ihre eig-ne Melodie hat, zu einem wohlklingenden Ganzen)der Natur und dem Gange der Leidenschaften, die e»ausdrücken will, anzupaffen versteht.

§. 280.

Die schönen Künste, die sich sichtbarer natürlicherZeichen der Darstellung, durch Veränderungen imRaume oder körperliche Bewegungen, in der Persondes Künstlers bedienen, sind di« Mimik (Panto-