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1 (1817) Erfahrungsseelenlehre, Logik, Metaphysik und Aesthetik
Entstehung
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212
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2lL Aesthetik. i

gung NM als Nebenabsicht hervsrleuchtet. Jede Rebe,die nicht Poesie ist, heißt Prose: diese, wiewohlihre Hauptabsicht immer Beschäftigung des .Verstandes ist,oder doch zu seyn vorgiebt, verträgt sich gleichwohl mit jeinem bald größer» bald geringer» Maaße der Version- jlichung oder des verschönernde» Schmuckes. Bon der :eigentlichen Dichtkunst unterscheide man die Aa. -turpoesie, d. i, die versi milchende und vereinzelnde bArt des Ausdruck», die allen Menschen von geringer Wer- i, staudesbildung, und allen noch in ihrem Kindesalterste- ,hendcn Nationen eigen ist. Diese Naturpoesie, nicht aber >die Dichtkunst, war eher als die Prose vorhanden. Die !Dichtkunst ist eine verschönernde und veredelnde Nachaß- jmuna der Naturpoesie, so wie z. B. die Gebärdeukuust ,eine nach Regeln zu erlernende verschönernde Nachahmungdes natürlichen Ausdrucks der Vorstellungen und Gefühle ,durch Minen und Gebärden ist.

tz- 277.

Zu einem wahren Gedichte wird nicht nur ^

* der höchste Grad der Vcrsinnlichung in Vorstellungenund Ausdrücken, d. i. innere Poesie, Poesie ^des Inhalts, sondern auch äussere Poesie ;erfordert. Diese letztere besteht in dem höchsten Grade )des Wohlklangs; der Kongruenz (d. i. derAehnlichkeit zwischen dem Schalle der Wörter und den jdadurch bezeichnet«» Gegenständen), und der Har- ^monie (der Aehnlichkeit zwischen dem leichtern oderschwerer» < langsamem oder geschwindem Gange derRede und ihrem Inhalte); kurz in demjenigen Ge- ^brauche des Sylbenmaaßes, des Versbauesund des Reims, welcher theils dem Gegenstände des -GedicklA, theils dem herrschenden Gefühlszustande desDichters genau angemessen ist und das leichte Spielder GeiirüthMäfte besördett, ' ^