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m der MWm TonljMe sil Nüssetdorf de! der TrMerfeier M 16 . Juni 1666 .
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starren Bann des Winters lag ahnungsschwer das Land, jVom Pol bis zn den Alpen streckte er die rauhe Hand. i!
Er war Herangebrauset auf Nordsturms wildem Roß, i
In Schnee und Eis lag Demschland, lag Deutschlands Kaiser- j
schloß. 1
In Deutschlands Kaiserschlosse im stillen Schlafgemach t
Der Schnee eines anderen Winters auf einem Haupte lag. r
Ein andrer Winter war es, der auf ein Herze leis r
In Deutschlands Kaiserschlosse gelegt seine Hand von Eis. j
Des Kaisers brechend Auge noch einmal hell erglänzt, t
Des ScblosseS Mauern sinken, der Blick wird unbegrenzt. t
„O, Reick, da?- ick gcsckaffen, dem ick mick ganz geweiht, !
Starrst Du auch jetzt umflossen von Winters eisigem Kleid, rEs pulst in Deinen Adern des Lebens frisches Blut, s
Dick weckt ein jeder Frühling mit neuer Sonnengluth —
Mir scheint des Frühlings Sonne hicnieden nimmermehr,
Die Slunde ist gekommen!" —der Kaiser blickt umher,
Nach Nord und Ost und Westen sein Auge freundlich sckaut,
Doch als eS blickt nach Süden, die Wimper wird bethaut.
Er blicket alpenübcr zum fernen Meere blau,
Ein Blülhenteppick windet sieb lachend durck die Au.
Die linden Lüfte säuseln durch dunkles Immergrün,
Aus dessen ewigem Frühling viel goldne Früchte glühn.
Dock ach, der Lorbeer traurig die stillen Zweige dehntNack einer bleichen Stirne, die er so oft gekrönt.
Von Schicksals Hand gerissen aus stolzer Ruhmcsbahn,
Ein Held liegt sterbend am Strande, der Kaiser blickt ihn an.
„O, Du mein Sohn, mein Erbe, mein Schwerlgeuosse im Streit,
Der, als des Reiches Zukunft, gestanden zu meiner Seit,
O, Du, mit dem mich einen nicht Blutes Bande allein,
Das Band der großen Thatcn wob zwischen uns sich ein;
O, Du, in dessen Seele nach echter ZollernartDem kühnen Heldenmuthe die Milde sich gepaart, ^
Des deutschen Reiches Szepter entsinket dieser Hand — !
Wo ist die Hand des Sohnes, zu walten im Vaterland? ^
Das Schwert des deutschen Reiches liegt bald auf meiner Gruft— !
Wo ist die Hand des Sohnes, wenn Wettersturm in der Lufr? iDas Herz des greisen Vaters deckt bald die ew'ge Ruh' — ^
Wo ist die Hand des Sohnes, die Augen zu schließen ihm zu"? !
So spricht der sterbende Kaiser und als sein Auge bricht ^
Sckaut wehmuthsvoll nach Süden noch einmal sein Angesicht- jEs dringt die Trauerkunde zur fernen Mittagssee !
Und bringt zu des Dulders Schmerzen ein neues, tiefes Weh. ^
Doch wer da gottbegnadet auf Menschheits Höhen weilt,
Und wem die Macht aus Erden, die höchste, zugetheilt,
Der darf den eignen Sckmerzen in Muße huld'gcn nickt:Denn zwingender als andern tönt ihm der Ruf der Pflicht.O, Erbe des großen Vaters, bist Du mich schmerzensblcick,Dein harrt die Kaiserkrone, Dein harrt das deutsche Reich!„Bleib' hier am grünen Strande auf blumendurchwirkter Au,"So flüstert ihm süß schmeichelnd die Meereswelle blau:
Des Südens weiche Lüfte hauchen ihm bittend zu:
„O, Held, Du sterbenskranker, stirb hier in Fried und Ruh."„Und ist der Würfel gefallen und kann ick leben nickt,
Ich bin ein Hohenzoller und sterbe in meiner Pflicht.
Die Krone ist kein Flitter, kein müßiges Geschmeid',
Und wem sie Gort verliehen, den hat er zu ihr geweiht.Wenn mick auf Alpenpässen der Schneesturm heult und rast,Die schmetternde Lawine mich sterbenden Mann erfaßt,
Wenn aucb mein Lebenssunken, der fast schon im Verglicht!,Daheim in tausend Mühen und Sorgen glimmt dahin, —Wo auch der Hauch verduftet, ivo auch das Auge bricht,
Ich bin ein Hohenzoller und sterbe in meiner Pflicht."
Und nordwärts alpenüber ins thenre VaterlandHeimzieht ein deutscher Kaiser, der Tod führt ihn an der Hand,Und als das Volk „Willkommen" dem neuen Herrscher bot,Da sah es an seiner Seite schaudernd den bleichen Tod,
Der nicht mehr aus der Nahe des hohen Dulders wich,
Er war sein Schatten geworden, er war sein andres Ich.
Er saß an seinem Throne, regierte mit sein Reich,
War Kaisers Krouvasallo und Kaisers Herr zitgleich.
Wir sahn, ivie er die Tage des theuren Lebens wog,
Wie er ihn langsam knseder in seine Arme zog. _
So herrsckte klaglos leidend des Kaisers Wilhelm Sahn,
So klaglos leidend schied er von Leben Glanz unv Thron.Es war ein hehreS Beispiel, au tiefer Tragik reich —
Wer kommt an Pflichterfüllung den Hohenzollern gleich? —Dach mit ivie großen Lasten das Schicksal ihn beschwert,
Ihm ward ein Trost beim Scheiden, der seinem Vater ver-wehrt,
Es stand in blühender Mannheil am Hohenzollernthron,
Zu Sterbelagers Häupten ein heldenhafter Sohn.
Des deutschen Reiches Szepter, des deutschen Reiches Schwert,Der Erbe wird sie führen, der großen Ahnen werth.
Der edle Kaiser Friedrich ging heim zur ew'gen Ruh'.
Der Sohn in Schmerz und Liebe drückt ihm die Augen zu.