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dungskraft durch angemessene Beschäftigung, Gesellschaft u. dgl.Diese Behandlung fordert Schonung, scheinbares Nachgeben,Herablassen zu der fixen Idee des Kranken, um seine Neigungzu gewinnen, und so die Heilung vorzubereilen.
Die Heilung selbst, welche in positiver und individuellerEinwirkung auf das Innere besteht, geht unmittelbar zuWerke, und ist entweder auf die Exaltation des Schlummern-den und Erschlafften, oder auf Unterdrückung des Exalrirtenund Übermäßigen gerichtet, um so das gestörte Gleichgewichtder Kräfte herzustellen. Sie sucht daher schwache Kräfte undVermögen zu reizen, zu wecken, und durch Übung zu stärken,den vorherrschenden Kräften dagegen die Gelegenheit zur Wirk-samkeit zu entziehen, das durch Vernachlässigung Unentwickelteoder durch Verbildung Verschrobene auszugleichen, den Kran-ken an die Natur und ihre Schranken zu gewöhnen, und ihnzu regelmäßiger und zweckmäßiger Thätigkeit mit anderen Men-schen zu verhalten, sein sittliches Gefühl zu wecken, ihm Anlaßzu freyem Krastgebrauche zu geben, und feste Vorsätze in ihmzu erwecken.
Durch eine, aus diese hier nur im Allgemeinen angege-benen Grundsätze, gebaute gleiche und schonende, zugleichaber auch feste Behandlung, die dem Kranken nicht nur alleindas Herz aufschließt, sondern ihn auch mit Achtung, und wennes nothig seyn sollte, selbst mit Furcht gegen seinen Arzt er-füllt, kann es diesem stiöglich werden, den erloschenen Funkender Vernunft wieder zu entzünden, den gehemmten Geist zuneuem Leben zu erwecken.