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Rede und Antwort : gesammelte Abhandlungen und kleine Aufsätze
Entstehung
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hervorbrachte. Daß dem noch nicht lange so ist, darandars man erinnern. Die Möglichkeiten höchster Popularität,die das Wesen dieses Tondichters, des überlieserungsvollstenvielleicht unter den Lebenden, immer umschloß, sie erfülltensich nur langsam. Noch die Münchner Psitzner-Woche desJahres 1917 fand hier zu Großes zu tun. Denn gehörtenicht dieser Künstler zu den Erscheinungen, an denen derWiderstreit von Volk und Masse sich offenbart? Die Volks-seele wußte immer von ihm, wie sollte sie nicht, da siees ja war, die aus ihm wirkte. Dem Bewußtsein der Massenblieb allzulange sein Name unvertraut, wenn nicht gar un-bekannt. Es brauchte viel Zeit, bis dieser Name, dies Werk zueinem Bestandteil des deutschen SelbstbewußtsemS wurde.

In deutscher Kunst, älterer und neuerer, gibt es vieles,was volkstümlich ist im höchste» und geistigsten Sinne,aber nicht massengerecht genug, um je wirklich den Wegins Volk gefunden zu haben oder ihn mühelos zu finden.Unpopuläre Werke, und doch müßten sie populär sein,wenn das Leben der Masse eins wäre mit dem des Volkes.Und doch ist es die Popularität nationaler Meister undHelden, worin und wodurch sich die Masse zum Volk erhebt.

Solchen Werken zu dienen, seht unser Verein sich vor,wenn er der Kunst im Namen und Geiste des deutschenMeisters Hans Psitzner dienen zu wollen erklärt, Ton-schöpfungen, aus dem Ethos dieses Meisters geboren, derenVolstümlichkeit, weil sie schlummert, der Erweckung undder Verwirklichung bedarf. Fördern und stüt-en, neu oderaufs neue ans Licht heben wollen wir solche Kunst und siedem Herzen der Vielen nahe bringen mit Work und Tat.

Wir rufen auf zum Beitritt.

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