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Rede und Antwort : gesammelte Abhandlungen und kleine Aufsätze
Entstehung
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Worte der Vortrag. Henrik Ibsens Wirkung ist gewißnicht oratori scher Art, aber was war es, technisch genommen,was schon seinen ersten Verehrern bei denGespenstern"etwa, beiRosmersholm" die Erinnerung an die antikeTragödie weckte? Seine analytische Technik, offenbar, unddaß er gewissermaßen begann, wo die Handlung zu Endewar, daß er sehr dieVorgeschichten" liebte, im Gegen-satz hierin zu Richard Wagner, diesem fanatischen Szeniker,dem Vorgeschichten ersichtlich etwas schwer Erträglicheswaren. Wagner, mit der Gestaltung seines dramatischenEntwurfesSiegfrieds Tod" beschäftigt, ertrug es nicht(er erzählt es selbst), daß eine große Vorgeschichte vormAnfang lag. Er schrieb den Jungen Siegfried, die Wal-küre, das Rheingold, er ruhte nicht, bis er alles zur direktensinnlichen" Vorstellung gebracht hatte, in vier Abendenalles, von der Urzelle, dem Erzbeginn, dem ersten tiefenes des Rheingoldvorspiels an. Er glaubte, nur so sei esdramatisch. Dennoch sieht jeder Künstler, daß nur seinemotivische Technik, eine epische Technik, wie gesagt, ihmdiese Ausführlichkeit wünschenswert machte. Was er schuf,war ein szenisches Epos, etwas Wundervolles, aber keinDrama, im modernen nicht und gewiß nicht im Sinn derTragödie.

Der heutige Begriff des Dramatischen kann aus demklassischen Drama nicht abgeleitet werden, sondern ist ledig-lich unter dem Gesichtspunkt des Theaters zu verstehen,unseres modernen Schauspiels, wie es sich seit dem Aus-gang des Mittelalters aus der leiblichen Darstellung desAbenteuerromans entwickelt hat. Was heute als drama-tisch gilt, ist das Abenteuer, ist diepackende Handlung",ist, mit einem Worte, der romaneske Einschlag im Drama,

Mann, Rede und Antwort

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