Beschreibung Gül.
der Sohn/der Sohn nicht grosser dann der heiliger Geist/sonder sindgleich/Vnd dieweil der heiliger Geist vorn Vattcrvnd Sohn auß-gangen/wird er zwischen dem Vatter vnd Sohn in gestalt einer Tau-ben/ dieweil er in alsolcher gestalt gesehen woren/abgebildek. Daß aberdie zweite Person der höchst heligster DreyMigkeit der Sohn Got-tes die weißheit des Vattere an der rechter seinen gestalt wird / magvon der menschlicher vnd der Göttlicher Naturen verstanden wer-den . Die Menschliche Natur belangenk / ist es dahin zu deuten/wie die Menschheit Christi bey GDTT also hoch erhaben sey/ als ei-ne Creatur möge oder sol erhaben werden / Also ist zuuerstehen derSpruch Stephani AA.am 7. Ich srhe die Himlen offen/vnd Jesumstehen an der rechten der krafft Gottes/ Item ^rrkL-i 26. Fürwahrjhr werden sehen den Sohn Gottes sitzen an der rechter der kraffi Got-tes. Da aber das sitzen an der rechter Handt auffdie Göttliche Naturgezogen wird/bezeichek daffclbgleichheit mit dem Vatter/ dann derSohn G DTtts der angenommener Menschheit halben nicht gerin-ger vnd kleiner ist als der Vgttch / Der heilig ?rulus aä >lcbrLo§cap. I. Wklcher / sintemahl er iffdern glantz seiner Herrligkert/ vnd dasgantze gleiche Ebenbildk seines wesens/vnd traget alle dinge mit demwork seiner kraffr/vnd gemachst hat die rcinigung vnserer sünde/Sitzeter nun zu der Rechten der Maiestat in der höhe / fouiel besser worden/dann die Engel als viel er einen andern Nayren ererbt hak.
^ V >
Damit wir dieser hochwichtiger Materien ein end Niachen/so glau-ben wir festiglich vnd bekennen einfeltiglich/daß ein eintzig Göttlichwefen sey / so ewig / ohne anfanck vnd end/Auch ohne enderungvnbe-greiffiich/Ällmechtig vnd vnaußsprechlich/dreyer Personen/ves Vak-ters /des Sohns vnd des heiligen Geistes/ Vnd daß der Vatter vonniemand herkommen/noch gemachr/erschaffen noch gezilet/der SohnalleiNvomVatkergeberet/Der heilig Geist gleich vonbeydenVattervnd Sohn außgangen. Glauben gleicher gestalt/daß der Vattcr ge-boret hab/ vn der Sohn geboren sey/Der heiliger Geist außgangen vneines Wesens vnd gleich Allmechrig/vnd gleich in der ewigkeit / daß einanfanck aller erschaffener ding/Ein Ertzschöpffer der sichrbarlichcnvnd vnsichtbarlichen /Geistlicher vnd leibhafftiger ding.Wollen hie-mik vnsern verstandt der gewaltiger Handt Gottes vnderwcrffen/vndes dabey verbleiben lassen.
So hat es dann / wie vermelt/die Meinung nrik vorgedachtcr zuge-rr'chtker Ründe gehabk/daß man bey angerrchter Weltlicher freuvt vndkurtzweil die betrachtung der Himlischer vnd ewiger ding nicht vnder-lassen/noch hindan setzen sol/sonder das gemüth erheben/vnd des ewi-gen vnzergencklichen eingedenck scyn. Da nun wie angezogen / dasFewrwerck der Ründe vorgestelk vn vollenzogen/hat sich jedermanlichzur rhu begeben/Vnd ist die freud ermeltes tags alß> geendigt worden.
Abzug