Druckschrift 
Beschreibung derer Fürstlicher Gülig'scher etc. Hochzeit, so im Jahr Christi tausent fünffhundert achtzig fünff, am sechszehenden Junij und nechstfolgenden acht tagen zu Düsseldorff mit grossen freuden, Fürstlich Triumph und herrlichkeit gehalten worden
Entstehung
Seite
49b
Einzelbild herunterladen
 

Beschreibung Gül.

/

terrawren einzuführen / zum Thor ankommen/vnd dieselbe einen ansehenlichcn Berg

<^s>Ach zugelassenem vnd erkamem auffzug/haben vorgerüne Herrn

^ ^Mar1cl>ältkedierur der/^ ormerbakn anriebende

mit allerhand Host. vnd zierligkeit / auch gebärender Reuerentz / beymThor vnd einfahrt der Lornierbahn empfangen vnnd auffgenom-men/ denfelbigen in guter-Ordnung mit ihren Stangen vnd Feldzei-chen vorzuziehen/vnd die Ritwr auffzuführen/auch solche dm HerrnRichtern zu Presentiren/sich wrllichvnd bereit erzeigt. Dieweil aberdie Mamenawren eine känstreiche Inuencion gehabt/ vnd einen garherrlichen Berg zum auffziehen gebrauchen vnd einführen wollen/Sind verwegen dieTmmmeten vnd Herpauckcn geblasen vnd ange-,schlagen.Vnd ist der Berg algemach gar langsam bey derErden/oaßman fein vorziehen kaum crmercken mögen / auffgetragen worden/welcher Berg folgender Massen Zugericht gewesen.

ZiNfencklich vnd zum ersten ist bey obermelrem Berg zuerfehen ge-^wesen / wie ^mptiionlkebäNL Lonäiror arcis, m eines mnge-lings Person also genehm vnd lieblich singen vnd die Cyther schlagenkönnen / daß durch bewegnuß der füffigkeit der Mclodey auß denSteinbergen vnd hohen Feltzen die Stein algemach hemuffer gefal-len/vnd gar Symmeterrscher kunstreicher weiß sich zusammen ge-sägt / vnd also die Statt Lhebe Mauren vnd Thürn erbawet. An-der dem Thor der StattLhebe war Man vnd Fraw gestalt -ö durchden Lonccnrum vnd liebliche Vereinigung zusammen vergefellet/onsdurch die geburt eines Männlichen Erbens verbunden/vnd gcgcncm-andernverhaffkekwerden. Aber den Thorn bey dem Gesembs zwi-schen vnd vber den Columnen der Säulen waren der Figuren desBergs beygeordncte Latinische Carmina /mit gar herrlicher schönerSchrifft zugesetzt/ an vnd auff der öberster höhe des Bergs wär der-Orpheus durch lebendige gestalt vnd Person eines jüngelings mitden vmbstehenden Bäumen/ vierfüffigen Thieren vn Vögeln vnder-fcheidlicherart/wie auß der Figur zuerschen/ Prcscnrirt dergestalt/daß die subtilste vnd listigste Thier dem Brphco sich nähereinstellenals die grobe vnd arbeitsame. Vnd war der ?an der Hirten Gott/mit seinen zweyen vngehorsamen widerstrebenden Bücken am gründdes Bergs auffeine besonder erhabene höhe gefielt/vnd tantzendt be-

funden ^