ihm abnähme au leben; und diese Vorstellung, so illusorisch,ja närrisch sie sei, tut mir wohl, sie schmeichelt dem stetsgehegten Wunsch, ihm zu dienen, zu helfen, ihn zu schützen,
- diesem Bedürfnis, dem zu Lebzeiten des Freundes nur sogeringfügige Befriedigung vergönnt war.
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Bemerkenswert bleibt mir, dass Adrians Aufenthalt in derSchwabinger Pension nur einige Tage währte und dass er über-haupt keinen Versuch machte, in der Stadt eine passende Dauer-Wohnung aufzutreiben. Schildknapp hatte schon von Italienaus an seine früheren Mietsleute in der Amalienstrasse ge-schrieben und sich die gewohnte Unterkunft aufs neue gesi-chert. Adrian dachte nicht daran, etwa bei der SenatorinRodde wieder Wohnung zu nehmen, noch überhaupt in Münchenzu bleiben. Seine Entschlüsse schienen seit langem still-schweigend festgestanden zu haben - und zwar so, dass er auchnicht erst eine vorläufige Fahrt nach Pfeiffering bei Walds-hut, zur Rekognoszierung und Abrede unternahm, sondern siedurch ein blosses Telefon-Gespräch, noch dazu ein ganz bün-diges, ersetzte. Er rief aus der Pension Giselia die Schwei-gestills an - es war Mutter Else selbst, die ihm am Apparatrespondierte -, stellte sich als einen der beiden Radfahrervor, die einst Haus und Hof hatten inspizieren dürfen, undfragte an, ob und zu welchem Preise man ihm ein Schlafzimmerim Oberstock und als Tagesaufenthalt die Abtstube im Erdge-schoss überlassen wolle. Den Preis, der sich dann, Verkö-stigung und Bedienung eingeschlossen, als sehr mässig erwies,liess Frau Schweigestill zunächst noch dahinstehen; sie machteerst einmal aus, um welchen der beiden Besucher von damalses sich handelte, den Schriftsteller oder den Musiker, nahm
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