ner Mansarde, die eine anziehende Aussicht über das Dachge-schiebe der Stadt, den Schlossteich, den alten Wasserturm bot,auf meinen 'Wunsch - ich betone: immer auf meinen - zu einigem,nicht gerade unerlaubten Aufenthalt ins Magazin hinabstie-gen, gesellte der junge Cimabue sich uns zu, teils, wie ichvermute, um uns zu beaufsichtigen, teils um in seiner angeneh-men Art den Cicerone, den Führer und Erklärer zu machen.
Von ihm vernahmen wir die Geschichte der Trompete: wie ma n sieeinst aus mehreren geraden Metallröhren mit Kugelverbindunghabe zusammensetzen müssen, ehe man die Kunst erlernt habe,Messingrohre zu biegen, ohne dass sie zerrissen, nämlich in-dem man sie anfangs mit Pech und Kolofonium, später aber mit Bleiausgoss, das dann im Feuer wieder herausgeschmolzen wurde.
Auch mochte er etwa die Behauptung der Wohlweisen erörtern,es sei ganz gleichgültig, aus welchem Material, ob aus Metalloder Holz, ein Instrument hergestellt sei, es klinge, wie esseiner Formgattung, seiner Mensur nach klinge, und ob eineFlöte aus Holz oder Elfenbein, eine Trompete aus Messing oderSilber gebaut sei, mache nichts aus. Sein Meister, sagte er,Adrians zio, der sich als Geigenmacher auf die Bedeutung desStoffes, der Holzart, des Lackes verstehe, bestreite das,und mache sich anheischig, es einer Flöte sehr wohl abzu-hören, woraus sie gemacht sei - er, Luca, erbiete sich übrigensauch dazu. Dann zeigte er uns wohl mit seinen kleinen, wohl-geformten Italienerhänden, den Mechanismus der Flöte, der inden letzten 150 Jahren, seit dem berühmten virtuoso Quantz,so grosse Veränderungen und Verbesserungen erfahren: denjeni-gen der Böhm’sehen Zylinderflöte sowohl, die mächtiger, wiedenjenigen der alten konischen, die süss&?lautet. Er wiesuns die Applikatur der Klarinette, des siebengelöcherten Fa-gotts mit seinen zwölf geschlossenen und vier offenen Klappen,dessen Klang so leicht mit dem der Hörner verschmilzt, be-lehrte uns über den Tonumfang der Instrumente, ihre Handhabung
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