M Ich aber .gehe und stelle mich Ihm zur Busse, und zwar zueiner ausserordentlichen. Denn einen Menschen, dermassen inSuende getaucht, wie mich, gab es auf Erden nie oder ganz selten,- ich sage es ohne Ueberheblichkeit • Ich gehe den Weg meinesarmen Vaters. Nicht auf ritterliche Irrfahrt gehe ich, wie ichGeck glaubte tun zu sollen, als ich meine Geburt erfuhr, sondernauf Bussfahrt, als Bettler, denen gleich, deren Fuesse Ihr wa-schen werdet* So werde ich meinen Ort finden, wie ich im Nebeldiesen fand: den Ort, der diesem entspricht und diesem genuegt.Dies sind die letzten Worte, die ich hienieden zu Euch spreche.Lebt wohll"
“Grigorss“, sagte sie brechenden Auges, und ihre Lippenversuchten ein suesses Laecheln, das aber graesslich ausfiel.“Grigorss, geliebtes Kind, koennten wir's denn vor der Weltnicht beim Alten belassen, ohne je wieder einander zu nahen,und gemeinsam unser Geheimnis tragen? Meine Liebe zu dir istnun Mutterliebe zur Gaenze, alles Eheliche fiel von ihr ab, wievon deiner. Und doch ist tiefer vielleicht die Busse, wenn wir,unserer Suende eingedenk, beisammen bleiben, als fern in derWelt von einander. Das Asylum koennte ich trotzdem bauen unddie Siechen baden.“
“Fraulich sprecht Ihr“, antwortete er, "denn Frau seid Ihrgeblieben, waehrend ich Mann wurde. Zu Eurer Schmach wurdeich's. Nun will ich's sein, Euch zur Rettung, Wie es der Gattebestimmte, so bleibt es. Lebt wohl noch einmall Nein, keinenKuss zum Abschied. Auch nicht auf die Stirn - und auch auf dieHand nicht. Mit der Hand begann es. Gott mit Euch!“
Und er ging. Sie streckte die Arme nach ihm in Schmerzen.
"Wiligisi“ rief sie aus tiefster Brust und besann sich.