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Der Erwählte : Roman
Entstehung
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Herr Poitewin

Gemischte Gefuehlei Ich, Clemens, sitzend an Notkers Pultals Gast Sankt Galli, kann im Erzaehlen auch wohl von solchenreden. Offen bekenne ich, dass ich bei der Argumentation zwi-schen Grigorss und Gregorius durchaus auf meines Freundes, desAbtes, Seite war und seine Gruende vortrefflich fand, waehrendnach meiner Meinung sein Zoegling sprach, wie ein Gruenschnabel.Was er ueber seine suendigen Bewandtnisse in Erfahrung gebracht,haette ihn, statt ihn in die Welt zu treiben, gerade bestimmensollen, an der ihm bereiteten Zuflucht dankbar festzuhalten unddem geistlichen Stande treu zu bleiben. Darin hatte nach mensch-lichem Ermessen sein Vater in Gott vollkommen recht und behieltnur zu recht mit seiner Warnung, es moechte aus des JuenglingsForscherdrang und Weltfahrt ihm nichts Gutes, ja vielleichtGraeuliches erwachsen. Aber menschliches Ermessen reicht nichtweit, ausgenommen in des Erzaehlers Fall, der die ganze Geschich-te bis zu ihrem wundersamen Ausgange kennt und gleichsam teilhat an der goettlichen Vorsehung, - eine einzig dastehende undeigentlich dem Menschen nicht zukommende Vergünstigung. Ich bindenn auch geneigt, mich ihrer zu schaemen, dem menschlichen Er-messen die Ehre zu geben und im gegenwaertigen Stadium der Ge-schichte zu tadeln, was ich spaeterhin, ueberwaeltigt vom Rat-schluss der Gnade, zu preisen genoetigt sein werde.

Also geschieht es mit einem gewissen Unmut, dass ich berich-te, wie Grigorss, im Besitz all seiner Mitgift, der Tafel, desGoldes und der kostbaren Stoffe, mit Eifer sein Scheiden von derInsel betrieb, um auf Ritterschaft in fremde Reiche zu fahren.

Er legte die geistliche Schuelerträcht ab und nahm weltliche,

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