Brust ruettelte, wenn er seine Schande bedachte» Der gesammelteSchlag auf Flanns Nase, der der Frau, seiner Amme, den Mund ge-oeffnet, er war ein Schlag der Befreiung gewesen, ein sprengenderSchlag gegen das Tor, das nun weit offen stand: das Tor allerMoeglichkeiten. Er war unbekannt, aber er war, und jemand muss-te er sein. Er war angeschwemmt, doch Tang des Meers war ernicht, von einem Lande musste er kommen. Wo war sein Land, woseine Eltern und wer? Hatten sie, oder wer hatte ihn, kaum ge-boren, dem Meer uebermacht - und warum* Stand es so unrichtigum seine Richtigkeit? Musste fortan nicht all sein Leben ihrerErforschung gehoeren, wie immer sie nun beschaffen war? Sie warein Geheimnis, er selbst war eines, aber ein Geheimnis ist dasGefaess aller V/uensche, Hoffnungen, Ahnungen, Traeume und Moeg-lichkeiten. Ausgesetzt eines dunklen Makels wegen? Aber woMakel ist, da ist Adel. Niedrigkeit kennt keinen Makel. Wiebereit war er, eine gemeine Richtigkeit hinzugeben fuer eineedle Unrichtigkeit]
Darueber schlief er ein und schlief die Nacht unterm Baum.
Als es tagte, ging er zum Meere, wusch sich und fand sich imKloster ein zu der Stunde, als eben der Abt mit den Bruedernund Schuelern von der Fruehmette aus der Kirche kam. Im ge-woelbten Gange ersah der Gute seinen Taeufling und verfinstertesich in Strenge, obgleich er frueh morgens stets ein rotes Naes-chen hatte, das sich sehr treuherzig ausnahm und mit der Fin-sternis nicht uabereinstimmen wollte.
"Gregorius", sprach er, "wo bist du gewesen?*'
Gesenkten Hauptes stand der ohnedies schon und liess esstatt aller Antwort noch tiefer sinken.
"Muss ich dich", fuhr der Abbot fort, "bei wachsenden Jahren
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