Gregorlus war zuerst gekommen, da er Müsse hatte. Er sass, denRuecken gelehnt gegen einen grossen Stein, die Fuesse in denbreiten Lederbuegeln seiner Sandalen von sich gestreckt, imSande und las in einem Buch, hob aber manchmal den Kopf und sahdem Kreuzen und Gleiten der Moewen zu oder liess seine Augen hin-gehen uebers Meer zum klar gezeichneten Horizont, vor welchemdie Farbe der Wasser sich schattig verdunkelte, und der denBlick auf die Laender der Welt verschloss* Nebenbei gesagt truger am Zeigefinger seiner Rechten einen Siegelring, den sein Vaterin Gott, der Abt, ihm kuerzlich geschenkt hatte, und in dessentiefgruenem Stein das Lamm mit dem Kreuz eingeschnitten war*
Etwas spaeter kam Flann. Dreissig Schritte, oder so, vonGrigorss* Sitz, machte er sich an seines Vaters auf den Strandgezogenem Boot zu schaffen, das nicht mehr dasselbe war, wiejenes, dem Abt Gregorius mit so viel Sorge entgegengesehen: eswar groesser und tuechtiger, vollbauchig gebaut, mit Bugsprietund niedergelegtem Mast und Rahsegel, aussen schoen dunkelrotbemalt und am Vorsteven sogar mit einem Namen geschmueckt* Dennwaehrend das fruehere einen solchen garnicht gehabt hatte, hiessdieses ”Reine Inguse". So war es am Buge zu lesen fuer den, derlesen konnte. Flann konnte das nicht, sondern wusste den Namennur vom Hoerensagen.
Er hatte beim Kommen einen finsteren Blick aus seinen rundenAugen auf Grlgorss geworfen, machte sich dann mit den Netzen zuschaffen, haemmerte an einem Ruder, warf es schliesslich mitdumpfen Gepolter ins Boot und ging weg von diesem, schlendertepfeifend, in laessiger Kraft, am Strande hin gegen des BrudersSitz. Er trug nur ein kurzes Hoeschen und ein loses, an derBrust offenstehendes Leinenwams, dessen Aermel die halben Ober-
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