die greift ganz anders ans rauhe Herz, ans vaeterliche auch, unddarum nannte Herr Grimald das Soehnchen nur Loeli und Luemmelein,das Weiblein aber "ma charmante” und kuesste diese, waehrend erden Buben nur taetschelte 'und ibm seinen Finger zu halten gab.
DieKinder
Wie sorglich wurde das edle Paerchen nun aufgezogen von kun-digen Frauen, denen die Hauben Stirn und Kinn umhueIlten, unddie sie paeppelten mit suessem Seim und Brei, sie badeten inKleiewasser und ihnen mit Wein die baren Kiefer wuschen, damitdort desto baelder und leichter die Milchzaehnchen durchbraechenund ihr Laecheln schmueckten. Sie taten’s leicht und ohne vielGegreine und waren wie Perlen, dabei sehr scharf. Da aber dieBeiden nun keine Wickelkinder mehr waren und nicht mehr zartesteNeukoemmlinge hienieden, verlor sich das suesse Licht, das sievon drueben mitgebracht, und gleichwie Wolkenschatten ging esdarueber, sodass sie sich verdunkelten und begannen, Erdengestaltanzunehmen, die allerzierlichste, darum moecht* ich gebeten haben.Der Kuekenflaum auf ihren Haeuptchen wandelte sich in braunes,glattes Haar: das stand gar reizend gegen die waelisch elfenbein-farbene Blaesse, die ihre feinfeinen Gesichtchen und die Hautihrer sich streckenden Koerper nun wiesen, offenbar als Erbefernerer Ahnen, nicht ihrer Eltern, denn Frau Baduhenna war weissund apfelrot gewesen, und Herr Grimald war zinoberfarben vonAntlitz. Der Kinder Augen, die anfaengiich Azur gestrahlt, daem-merten tief und tiefer ins Schwarze mit blauem Unterschein, sel-ten gesehen und fast geheimnisvoll, wenn auch nicht laenger himm-lisch, obgleich nicht zu sagen ist, warum nicht einige Engleinsollten solche nachtblaue Augen haben. Auch hatten sie beide
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