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Der kleine Herr Friedemann
Entstehung
Seite
57
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Bank geruht harre, und während er sie nun festhielt,während er auch die andere ergriff, während dieserkleine, gänzlich verwachsene Mensch zitternd undzuckend vor ihr auf den Rnien lag und fein Gesichtin ihren Schoß drückte, stammelte er mit einer un-menschlichen, keuchenden Stimme:

Sie wissen es ja . . . Laß mich... Ich kannnicht mehr... Mein Gorr... Mein Gort..."

Sie wehrte ihm nicht, ste beugte stch auch nichtzu ihm nieder. Sie saß hoch aufgerichtet, ein wenigvon ihm zurückgelehnt, und ihre kleinen, nahe bei-einander liegenden Augen, in denen stch der feuchteSchimmer des Wassers zu spiegeln schien, blicktenstarr und gespannt gradeaus, über ihn fort, ins Weite.

Und dann, plötzlich, mit einem Ruck, mit einemkurzen, stolzen, verächtlichen Lachen harte ste ihreHände seinen heißen Fingern entrissen, hatte ihn amArm gepackt, ihn seitwärts vollends zu Boden ge-schleudert, war aufgesprungen und in der Allee ver-schwunden.

Er lag da, das Gesicht im Grase, betäubt, außerstch, und ein Zucken liefjeden Augenblick durch seinenRörper. Er raffte stch auf, tat zwei Schritte undstürzte wieder zu Boden. Er lag am Wasser.

Was ging eigentlich in ihm vor, bei dem, wasnun geschah? Vielleicht war es dieser wollüstigeHaß, den er empfunden hatte, wenn ste ihn mit ihremBlicke demütigte, der jetzt, wo er, behandelt von ihrwie ein Hund, am Boden lag, in eine irrsinnige Wuc