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Der kleine Herr Friedemann
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lle waren sich einig, daß man sichbei Rinnlingens vortrefflich unter-hielt. Etwa dreißigpersonen saßenan der langen, geschmackvoll deko-rierten Tafel, die sich durch denweiten Speisesaal hinzog; der Be-diente und zwei Lohndiener eiltenbereits mit dem Eise umher, esherrschte Geklirr, Geklapper und ein warmer Dunsivon Speisen und Parfüms. Gemütliche Großkauf-leute mit ihren Gemahlinnen und Töchtern warenhier verfammelt; außerdem fast sämtliche Offiziereder Garnison, ein alter, beliebter Arzt, ein paarJuristen und was sonst den ersten Rreisen sich bei-zählte. Auch ein Student der Mathematik war an-wesend, eine treffe des Oberstleutnants, der bei seinenVerwandten zu Besuch war; er führte die tiefstenGespräche mir Fräulein Hagenström, die HerrnLriedemann gegenüber ihren Play hatte.

Dieser saß auf einem schönen Gammetkissen amunteren Ende der Tafel neben der nicht schönen Gattindes Gymnastaldirektors, nicht weit von Frau vonRinnlingen, die von Konsul Stephens zu Tischegeführt worden war. Es war erstaunlich, was füreine Veränderung in diesen acht Tagen mit dem kleinenHerrn Lriedemann sich ereignet hatte. Vielleicht lages zum Teil an dem weißen Gasglühlicht, von demder Gaal erfüllt war, daß sein Gesicht so erschreckend

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