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Der kleine Herr Friedemann
Entstehung
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Bank geruht hatte, und während er sie nun festhielt,während er auch die andere ergriff, während dieserkleine, gänzlich verwachsene Mensch zitternd undzuckend vor ihr auf den Rnien lag und sein Gesichtin ihren Schoß drückte, stammelte er mit einer un-menschlichen, keuchenden Stimme:

Sie wissen es ja . . . Laß mich... Ich kannnicht mehr... Mein Gort... Mein Gort..

Sie wehrte ihm nicht, sie beugte sich auch nichtzu ihm nieder. Sie saß hoch aufgerichtet, ein wenigvon ihm zurückgelehnt, und ihre kleinen, nahe bei-einander liegenden Augen, in denen sich der feuchteSchimmer des Wassers zu spiegeln schien, blicktenstarr und gespannt gradeaus, über ihn fort, ins Weite.

Und dann, plötzlich, mit einem Ruck, mit einemkurzen, stolzen, verächtlichen Lachen hatte sie ihreHände seinen heißen Fingern entrissen, hatte ihn amArm gepackt, ihn seitwärts vollends zu Boden ge-schleudert, war aufgesprungen und in der Allee ver-schwunden.

Er lag da, das Gesicht im Grase, betäubt, außersich, und ein Zucken liefjeden Augenblick durch seinenRörper. Er raffte sich auf, tat zwei Schritte undstürzte wieder zu Boden. Er lag am Wasser.

Was ging eigentlich in ihm vor, bei dem, wasnun geschah? Vielleicht war es dieser wollüstigeHaß, den er empfunden hatte, wenn sie ihn mit ihremBlicke demütigte, der jetzt, wo er, behandelt von ihrwie ein Hund, am Boden lag, in eine irrsinnige Wut

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