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Der kleine Herr Friedemann
Entstehung
Seite
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mildem Dämmerschein hatte alles vor ihm gelegen,bis es dort hinten, unmerklich fast, im Dunkel ver-schwamm, und mit einem ruhigen und überlegenenLächeln hatte er den Jahren entgegengesehen, dienoch zu kommen hatten wie lange war das her?

Da war diese Frau gekommen, ste mußte kommen,es war sein Schicksal, ste selbst war sein Schicksal,ste allein! Hatte er das nicht gefühlt vom erstenAugenblicke an? Sie war gekommen, und ob er auchversucht hatte, seinen Frieden zu verteidigen, fürsie mußte sich alles in ihm empören, was er vonJugend aufm sich unterdrückt hatte, weil er fühlte,daß es für ihn Dual und Untergang bedeutete; eshatte ihn mit furchtbarer, unwiderstehlicher Gewaltergriffen und richtete ihn zugrunde!

Es richtete ihn zugrunde, das fühlte er. Aberwozu noch kämpfen und sich quälen? Mochte allesseinen Lauf nehmen! Mochte er seinen Weg weiter-gehen und die Augen schließen vor dem gähnendenAbgrund dort hinten, gehorsam dem Schicksal, ge-horsam der überstarken, peinigend süßen Macht, derman nicht zu entgehen vermag.

Das Wasser glitzerte, der Jasmin atmete seinenscharfen, schwülenDuft, dieVögel zwitscherten ringsumher in den Bäumen, zwischen denen ein schwerer,sammetblauer Himmel leuchtete. Der kleine buckligeHerr Friedemann aber saß noch lange auf feinerBank. Er saß vornüber gebeugt, die Stirn in beideHände gestützt.

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