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mit dem Spitzentuch den tropfenden Beschlag vonder Scheibe: in der Thal, eine Droschke hielt drunten,und schon kam man die Treppe herauf!
Sie erfaßte mit den Händen die Armlehnen desStuhles, um aufzustehen; aber sie besann sich einesBesseren, ließ sich wieder zurücksinken und drehtenur mit beinahe abwehrendem Ausdruck den Kopfihrer Tochter entgegen, die, während Erika Grünlichan Jda Jungmanns Hand bei der Glasthür stehenblieb, mit schnellen und fast stürzenden Schrittendurch das Zimmer kam.
Frau Permaneder trug einen pelzbesetzten Über-wurf und einen länglichen Filzhut mit Schleier. Siesah sehr bleich und angegriffen aus, ihre Augenwaren gerötet, und ihre Oberlippe bebte wie früher,wenn Tony als Kind geweint hatte. Sie erhob dieArme, ließ sie wieder sinken und glitt alsdann beiihrer Mutter auf die Kniee nieder, indem sie dasGesicht in den Kleiderfalten der alten Dame verbargund bitterlich aufschluchzte. Dies Alles machte denEindruck, als sei sie in dieser Weise geraden Wegesvon München in einem Atem dahergestürmt — undda lag sie nun, am Ziele ihrer Flucht, erschöpft undgerettet. Die Konsulin schwieg einen Augenblick.
„Tony!" sagte sie dann mit zärtlichem Vorwurf,zog vorsichtig die große Nadel hervor, die FrauPermaneders Hut an ihrer Frisur befestigte, legteden Hut auf die Fensterbank und streichelte liebevollund beruhigend mit beiden Händen das starke asch-blonde Haar ihrer Tochter. . .