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1 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
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auf dem Gesichte, seine Augen haltlos und abwesendumherschweifen. Ohne Zweifel beschäftigte er sichnoch mit dem, was er zuletzt gesagt hatte. Es herrschteeine Pause. Thomas schritt in stiller Verzweiflungdaher.

„Alle Kaufleute sind Schwindler, sagst du," be-gann er von Neuem . . . „Gut! bist du deines Be-rufes überdrüssig? Bereust du es, Kaufmann ge-worden zu sein? Du hast damals die Erlaubnisvon Vater erwirkt. . ."

„Ja, Tom," sagte Christian nachdenklich; „ichwürde wahrhaftig lieber studieren! Auf der Uni-versität, weißt du, das muß sehr nett sein . . . Mangeht hin, wenn man Lust hat, ganz freiwillig, setztsich und hört zu, wie im Theater. . ."

„Wie im Theater. . . Ach, ins Oats ellantanbgehörst du als Possenreißer. . . Ich scherze nicht!Es ist meine vollkommen ernsthafte Überzeugung,daß Das dein heimliches Ideal ist!" beteuerte derKonsul, und Christian widersprach dem durchausnicht; er blickte gedankenvoll in der Luft umher.

„Und du erfrechst dich, eine solche Bemerkung vondir zu geben, du, der du keine Ahnung . . . nichteinmal eine Ahnung davon hast, was Arbeit ist,der du dein Leben ausfüllst, indem du dir mitTheater und Bummelei und Narreteien eine Reihevon Gefühlen und Empfindungen und Zuständenverschaffst, mit denen du dich beschäftigen, die dubeobachten und pflegen, über die du in schamloserWeise schwatzen kannst. . ."