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1 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
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schwelgend die Schmach, so plump übers Ohr gehauenworden zu sein.

Jedenfalls strengte er, sobald der Konkurs desHauses B. Grünlich erfolgt — der übrigens in Ham-burg verschiedenen Firmen nicht unerhebliche Ver-luste bereitete — mit Entschlossenheit den Schei-dungsprozeß an ... und dieser Prozeß war es haupt-sächlich, der Gedanke, daß sie, sie selbst den Mittel-punkt eines wirklichen Prozesses bildete, der Tonymit einem unbeschreiblichen Würdegefühl erfüllte.

„Vater," sagte sie; denn in solchen Gesprächennannte sie den Konsul niemals „Papa". „Vater,wie geht unsere Sache vorwärts? Tu meinst doch,daß Alles gut gehen wird? Ter Paragraph ist voll-kommen klar; ich habe ihn genau studiert! ,Unfähig-keit des Mannes seine Familie zu ernähren ..?Tie Herren müssen das einsehen. Wenn ein Sohnda wäre, würde Grünlich ihn behalten ..."

Ein anderes Mal sagte sie:

„Ich habe noch viel über die Jahre meiner Ehenachgedacht, Vater. Ha! also deshalb wollte derMensch durchaus nicht, daß wir in der Stadt wohn-ten, was ich doch so sehr wünschte. Also deshalbsah er es niemals gern, daß ich überhaupt in der Stadtverkehrte und Gesellschaften besuchte! Tie Gefahrwar dort Wohl größer, als in Eimsbüttel, daß ichauf irgend eine Weise erfuhr, wie es eigentlich umihn bestellt war! ... Was für ein Filou!"

„Wir sollen nicht richten, mein Kind," erwiderteder Konsul.