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1 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
Entstehung
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diesem Vorfahren waren schon alle Taten bekannt:Wann er die Frieseln und wann die echten Blatterngehabt, war treu verzeichnet; wann er vom drittenBoden auf die Darre gestürzt und am Leben ge-blieben, obgleich eine Menge Balken im Wege ge-wesen seien, und wann er in ein hitzig Fieber mitRaserey verfallen, stand reinlich vermerkt. Und erhatte seinen Notizen manche gute Ermahnung anseine Nachkommen hinzugefügt, von denen, sorgfältigin hoher gotischer Schrift gemalt und umrahmt derSatz hervorstach:Mein Sohn, sey mit Lust beyden Geschäften am Tage, aber mache nur solche, daßwir bey Nacht ruhig schlafen können." Und dannwar umständlich nachgewicsen, daß ihm die alte, zuWittenberg gedruckte Bibel zugehöre, und daß sieauf seinen Erstgeborenen und wiederum auf dessenÄltesten übergehen solle . . .

Konsul Buddenbrook zog die Ledermappe zu sichheran, um dies oder jenes der übrigen Papiere her-auszugreifen und zu überlesen. Ta waren uralte,gelbe, zerrissene Briefe, welche sorgende Mütter auihre in der Fremde arbeitenden Söhne geschriebenhatten, und die vom Empfänger mit der Bemerkungversehen waren:Wohl empfangen und den Inhaltbeherzigt." Ta waren Bürgerbriefe mit Wappenund Siegel der freien und Hansestadt, Policen, Gra-tulationspoeme und Patenbriese. Ta waren dieserührenden Geschäftsbriefe, die etwa der Sohn anden Vater und Kompagnon aus Stockholm oderAmsterdam geschrieben, die mit einer Beruhigung