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14 (1835) Universal-Lexikon oder vollständiges encyclopädisches Wörterbuch : . 14 / Möhre bis Niemann
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Mörle

(Rietz »lande), hat SSM Ew- Mörle,zwei Ortschaften im Amte Vilbel des Groß«herzogtbum« Hessen, 1) Oher-M., Markt-flecken mit 1450 Ew, r 2) Nieder-M.«Darf mit 5M Ew.

Mir« (Geogr.), 1) vormaliges Fürsten-thum de« westfälischen Kreises, am linkenVlheinufer, von den Herzogthümern Kleve,Berg und Geldern und von dem ErzstifteKöln begrenzt, 6 QM. groß, mit 2 Städ-ten, 5 Herrlichkeiten und 23,OM meistensreformirtcn Ew.; brachte 40,MO Thal»ein und hatte seine beiondere Regierung.L) (Gesetz.), M. war ein altes klevischeSLehe«, da« die ehemaligen Grafen von M.schon 1287 von den Grafen von Kleveempfangen hatten. Nach Erlöschung der-selben erhielt ein Graf von Neuenar,ein Schwager de« letzten Graten von M.,dasselbe als ein klevische« Erdlehn, wor-auf et nach AuSstcrben der männlichenLinie durch Testament der letzten Gräfinan den Prinzen Moritz von Oranienund durch diesen an LaS Nassau-ora»nisch« HauS kam, welches bis zum i702erfolgten Tode Wilhelms Hl.. Königsvon Großbritannien, im Besitze bliev.Nun nahm Friedrich I-, König von Preu-ßen, sowohl alt Lehnsherr, als auch al«Erbe dieses erloschenen Hause« Nassau-Ora-nien, die Grafschaft M. in Besitz, welche1707 zu einem Fürstenkhum erhoben wurde,ohne daß jedoch Preußen wegen dieses Für-thumS Sitz und Stimme im Reichsfücsten-rathc erhielt. Durch den lüneviller Frieden180t kam M. mit dem linken Rheinufer anFrankreich und wurde zum RoerdS^arke-ment geschlagen; durch den pariser Fr eden1814 kehrie e« an Preußen zurück und'istjetzt unter die Kreise Geldern und Krefeldder preußischen Regierungsbezirk« Düssel-dorf verthetlt. S) Stadt im Kreise Geldernde« preußischen Regierungsbezirk« Dussel-dorf, vormal« Hauptstadt des Fürsteiuhu,nsM., in einer fruchtbaren Gegend, an derKennelt und z Meile vom Rhein; hat einSchloß, ein Schullehrerseminar, ein Pro-gymnasium, Seiden-, Baumwollen-, Flanell.Und Barchenkwebereicn und 1953 Ew. DieFestungswerke der Stadt sind 1764 geschleiftworden. In der Gegend hat man vielerömische Alterthümer gefunden. Mör«.burg, so v. w. McerSburg. Mökrseke,Dorf an der Schelde in dem Bezirk Dender-Monde, Provinz Ostflandern (Niederlande):hat 2800 Sw

M drserfTechnol.), 1)ein cylinderförmi-ge« oder halbkugeliörmige« Gefäß in welchemmittelst einer Keule, Mörserkeule, allerleiGegenstände zerstoßen und zerrieben werden.Die größten M. sind von gegossenem Ei-sen, oder Glockcnmetall; auch hat man M.,des. zum Zerreiben als Rcibemörser zuchemischen oder pharmaceutischen Zwecken,

Mörser 5

von Serpentknstein, Marmor, Achat, Glasoder Holz, für feinere Arbeiten, auch wohlvon Silber oder Platina; diejenigen, inwelchen ein flüssige« Gemisch unter einanderger'eben wird, haben oben an der «inen Setteeinen Ausguß. Wenn Gegenstände in demM. gestoßen werden fallen, die lehr springen,stäuben oder stinken, so thul man einenDeckel, Mörserdeckel, daran«, in dessenMilte ein Loch für die Mörserkeule ist. Dadas Stoßen in den großen M.n sehr be-schwerlich ist, so trifft man die Vorrichtung,daß die Mörserkeule an einem Hebel odereiner Rolle aufgehängt und mit dem Fußegetreten wird. Auch dadurch, daß man dieMörserkeile an einer Prellstange aufhängt,kann man sich die Arbeit erleichtern. 2)(Mühlenw ), io v. w. Grube 5). (7wä.)

Mörser (Mortier, Böller, Kriegs«.),ein kurze« und an «einer Mündung weitesWurfgeschütz, welche« nicht unmittelbar aufaus Rädern ruht und nicht zum Schießen,sondern zum Werfen verschiedener Geschosse,vornämlich der Bomben in großen Bogen,gebraucht wird. Die M. traten an dieStelle der Steinblyden (s. d.), u. mit ihnenwarf man Anfangs bei Belagerungen großesteinerne Kugeln und Kunstfeuer, bi« dieErfindung der Bomben jene verdrängten.Deshalb wird das Kaliber de« M.S inTeutschland meistentheilS noch nach demSteingewicht der Bombe, die in ihn paßt,bestimmt; ein zehnpfündiger M. ist daherein solcher, in den eine zehnpfündige Kugelpaffen würde. In Dänemark und Rußlandwird dagegen das Kaliber nach dem wirk-lichen Eisenzewlcht einer paffenden Kugel,in England und Frankreich nach dem Durch-messer der Bohrung in Zollen benannt.In den größer» Staaten gibt e«, nach demSteinmaaßstabe 10, lg, 25, SO, 50 und60pfündige Landmöc<er. In der preuß.Armee sind 7, >0 25, 50, 75psürdige M.gewöhnlich. Ehedem waren noch stärkereKaliber bis IkO Pfund in Gebrauch, dochist man hiervon zurückgekommen. Nur ineinzelnen Fälle», wo eS darauf ankommt,eine besondere Absicht zu erreichen, wie z.B. in der Belagerung von Cadlx durch dieFranzosen, werden bisweilen größere undschwerere M. angewcndet. Das Rohrwird entweder aus Skückmetall, oder,da man hier auf die Beweglichkeit nichtso viel Rücksicht zu nehmen braucht, wiebei dem Feldgeschütze, häufig auch au« Elsengegossen, und zwar meist-ntheil« über denKern (s. Bohren 9). Dasselbe zerfällt äu-ßerlich nach seiner Länge, welche, um dasElnsühren der Bombe nicht zu erschweren,nur 2^ — 3; Bohrungsdurchmesser beträgt,in drei Theile: da« Kammerstück (Bo-denstück), gewöhnlich >1 Kaliber lang, un-ten am Stoß abgerundet, reicht bis an denersten Absatz am Ende der Kammer; da«

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