Druckschrift 
13 (1835) Universal-Lexikon oder vollständiges encyclopädisches Wörterbuch : . 13 / M bis Möhra
Entstehung
Seite
3
Einzelbild herunterladen
 

MaaslandSluyS

zur Hauptstadk Haag hatte. M.-lands«luyS, Marktflecken am t'Scheuer (sluyscheDiep), einem Arme der Maas im BezirkLeyden der Provinz Süd-Holland (Königr.der Niederlande); 4400 (6400) Ew-, guteFischerei. M. > münst er. so v. w. Masse-vaur. M.«>v a al, s. u. Batenbura. (7?>.)

Maat (Seew.), auf den Schiffen so v.w. ein Gehülfc, der denjenigen, welchen erbeigegeben ist, in seinen Geschäften beisteht;daher Bo o t s m ann s. Ma at, Kochs»Maatu. s. w.

Maat-apfel (Pomol.), I) braunerM., plaltrund, auf der Sonnenseite dunkelle-berrvth, auf der Schattenseite mit rothen Stri-chen u. Punkten auf gelblichgrünem Grunde,überall mit bläulichem Duft; hat starken Ge-ruch, feines, gewürzhaftcS Fleisch; dauert biszum nächsten Herbst» 2) leichter M.,Wirthschaftsapfel, auf der Schattenseitegelb, auf der Sonnenseite roth u. gestreift;gibt guten Wein, dauert vom Oclober bisJanuar; 3) spätblühender M., gelb,rothgestreift, reift ungeachtet feiner spätenBlüthe bald, dauert bis zum Frühjahr;4) süßer M., größer als andere M., mitgrüner, durchs Liegen gelbwerdender, roth-gestreifter Schale, veilchenartigem Geruch,gelblichem, aderigem, saftigem, süßsäuerli-chem, gewürzreichem Fleische, reist im No-vember, dauert durch den Winter; 5) wei-ßer M., guter Wirthschaftsapfel, groß,platt, rund, etwa« rippig, blauduftig, ersthell-, dann gelbgrün, auf der Sonnenseitebraunrothstrerfig, undeutlich punktirt; haterst grüne«, später weißliches, lockere«,säuerliche«, gewürzhafte« F.risch; wird imNovember eßbar, dauert bis zum folgendenHerbst. (ll>.)

MSatjaping (Brigua, Gcogr.), Volkam Kruhmannfluffe in Süd-Afrika; gehörtzu den Beetjuanen, hat die Beschneidung,vor welcher die zu Beschneidenden geprü-gelt werden und kein Fleisch essen dürfen.Ihr Hauvtort ist Littaku am Kruhmann,wo der König wohnt, dem mehrere Häupt-linge unterworfen find.

Maatjes-Häring (Waarenk.), so v«w. Majacken, s. unter Häring.

Maals-barden (Waarenk.), eine ArtFischbein.

Määtschappy (holl.), 1) Kamerad-schaft; 2) Handelsgesellschaft; 3) gesammteMannschaft eines Schiffes.

Mab (Dichtk.), die Königin der Feen(s. d. und Oberon).

Maba(m. 7^-»:.), Pflanzengattung ausder natürl. Familie der Styraceen, zurDiöcie, Triandrie de« Linn. Syst, gehörig.Arten: in Australien.

Mabkirtha (b. Geogr.), s. Sichern.

Mabka (m. ^lu/ck.), Pflanzengaltungaus der natürl. Familie der Trikokken,Ordn. Euphorbieen, zur Monöcie, Polyan-

Mably 3

drke de« Linn. Syst, gehörig. Arten: rn-xirili, ra^uari, südamenkariische Bäume»

Maber (Zool-), so v- w. Murmelfisch,s. unter Sackbrasscn.

Mabkria (Geogr.), See in Senegam»bien, aus dem der Senegal entfließen soll.

Mabi (Nahrungsm.), ein auf den An-tillen aus Pataten, Pomeranzen, Syrupbereitete«, cydcrartiges Getränk.

Mäbila (Geogr.), Marktflecken imSandschak und Ejalet Damask (osmanischAsien); hat Kloster, liegt am Nähr el Far-sar; hier und zu Kara soll das'alte Sy-risch allein noch gesprochen werden.

Mabillon (Jean), geh. 1632 zu St.Pierremont in Frankreich, trat 1654 inden Orden der Benediktiner und wurdeAnfangs nach St. Denis geschickt, um denFremden die Denkmäler dieser Abtei zuzeigen und zu erklären. Dann wurde ihmbei einer neuen Ausgabe der Kirchenväter,die seine Congregation veranstalten ließ,das Leben des heil. Bernhard übertragen.Eine ihm von Colbert (s. d.) angebocenePension von 2000 Livres schlug "er auS u.erbat sich nur den Schutz des Ministers fürseinen Orden. 1683 sandte ihn Colbertnach Teutschland, um die in den Archivenund Bibliotheken befindlichen Notizen zurGeschichte Frankreichs zu sammeln. 1685sandle ihn der König in gleicher Absichtnach Italien. Auch sammelte er gegen3000 Bände seltene Bücher und Hand-schriften für die pariser Bibliothek. Er st.1707 zu Pari«, als einer der gelehrtestenDiplomatiker seiner Zeit. Schrieb: ^cr»Lanotorum oräini» 8r. Leneäioli, 9Bde-, Pari« 1668; Verera AiisIectL, ebd.1675 — 85; Os lituiAia Aallicsn», ebd.1685; iV1ii8orrm italioum, ebend, 1687;Oe re stiplornaric», ebend. 1681, Supl.1702; fOairs >1es Druckes Monairiquo»,ebend. 1691; adnnales ortliiiis s. Do»e-sticri, 6 Bde., ebend, 1703 — 39; Oeu-vre» posrlrumes, 3 Thle., ebend. 1721.

Mably (Gabriel Bannet de), gib. zuGrenoble 1709, älterer Bruder des Abbsvon Cvndillac; widmete sich dem geistlichenStande u. wurde Canonicus bei der Kirchezu Jsle Barbe, lebte indessen größtcntheil«zu Pari«, wo er 1785 starb. In seinenSchriften herrscht eine freimüthigc politi-sche Moral, weshalb man ihnen keinen ge-ringen Einfluß auf die französische Revo-lution beimißt. Ihn belebte die Idee, dieStaaten auf einen einfachen, primitivenZustand der bürgerlichen Gesellschaft, alsauf Ihr höchstes Gut, zurückzuführen. Da-hin zielte das moralisch.politische, freilichunanwendbare System, das er in seinenSchriften vortrug, die übrigens, davon ab-gesehen, dem speculirenden Politiker man-chen Stoff zum Nachdenken bieten, Be«merkcuswerth sind in dieser Hinsicht: k»-