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10 (1835) Universal-Lexikon oder vollständiges encyclopädisches Wörterbuch : . 10 / Huß bis Karkos
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727
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Karaman-Oglu-Ali-Bey

Ejalet im türkischen Asien, aus den vor»maligen Landschaften Lykaonien, Kappado-kicn, Kataonien und Jsaurien zusammen-gesetzt; wird zu 1747 QM. gerechnet, istvon dem Taurus und Antitaurus (GipfelArdsisch über 12,000 Fuß) und ihren Zwei-gen (Fodulbaba, Anamas, Alkastagh) durch-zogen, wird vom Kisil-Jischil mit mehrernNebenflüssen und dem Kuramas, so wievon mehrern süßen (Tatta) und salzigenSeen bewässert, hat heiße« Klima, wenigRegen, könnte bei reichlicherer Bewässe-rung sehr fruchtbar sein, ist jedoch reichan guten Weiden, die mir Nomaden belegtsind. In einigen Gegenden findet manauch Ackerbau, Seidenzucht, gutes Obst.Der Industrie ist wenig, der Handel führtdie Landesproducte (Seide, Baumwolle,Vieh, Galläpfel) aus. Die Einwohnersind meist Turkomanen, doch gibt es auchTürken, Griechen u. s. w. K. hat feinenNamen von einem Stamme Karaman,der eine Zeit lang über K. und die Umge-gend herrschte, dann aber den Türken un-terlhänig wurde. Jetzt ist hier ein Turko-man, Tsidapan Oglu, mächtig, der nochmehr als K. unter sich hat und mehr als40,000 Soldaten, meist Reiter, aufbringenkann. Theilt sich in 7 Sandschaks. Haupt-stadt Koma. (77>.)

Kära m an. Og lu-A l i, B cy , Fürstvon Karamanien; erhielt zu der Zeit derAuflösung des ikonischen Reichs Phrygienvon Philadelphia bis an Kilikien und ver-mählte sich mit der Tochter Murads 1.,dritten Sultans der Osmancn. Weil erin das Gebiet desselben öfters Einfälle ge-than, zog Murad gegen ihn, schlug ihn1386 bei Jkonion und nahm ihn gefangen.Die Tochter Murads, seine Gemahlin, er,bar ihm das Leben. Nach Bajazeks Thron-besteigung fiel er indeß von Neuem insosmanische Gebiet, wurde gefangen undhingerichtet. <ss^--.)

Karambäkis (a. Geogr.), Fluß, denPlinius in der So^rlria asiaric» in derGegend der riphäischen Berge ansührt u.Hardouin für die Dwina hält. Karäm-bis, Stadt und Vorgebirge der LandschaftPaphlagonicn in Klein Asien. Letzteres standdem Vorgebirge Kriumetopon aus der tau-rischen Halbinsel gerade gegenüber, war nur170 Milliarien (34 geogr. Meilen) davonentfernt und sprang hoch und steil in denPontoS EureinoS vor, den er gleichsam in 2Theile zerschnitt. Jetzt Kerempo. (1t>.)

Käramstn (Nlkolai), geb. 1765 imGouvernement Simbirsk; wurde zu Mos-sau erzogen, diente dann in der Garde u.uniernahm in den Jahren 178991 eineReit« durch Mittel-Europa. Seine Ge-schichle des russischen Reichs in 14 Bdn.(teutsch von Hauschild) geht bis 1618 biszum Hause Romanow. Außerdem verdie-

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nen vorzüglich seine Briefe eines reisendenRussen (teutsch v. Richter, 4 Bdc-, Leipz.17991800) erwähnt zu werben, we-niger seine Gedichte, in denen nicht selreneine leere Sentimentalität herrscht. Schonim I. 1803 vom Kaiser Alexander zumReichshistoriographen und 1824 zum wirk,lichcn Staatsrath ernannt verdankte erdiesem Fürsten auch den St. Annenordenund freie Woknung im taurischen Palastzu St. Petersburg. Zur Herausgabe sei-nes großen historischen Werks hatte ihmder Kai er 60,000 Rubel verliehen u. kurzvor K.s Lode (auf einer Reise ins Aus-land 1826) ein Jahrgeld von 50,000 Ru-beln bewilligt, das auf seine Witwe undKinder üdergegangen ist. (71"-)

Käramssin (Geogr.), so v. w. ^Ker,manschah.

Kara Mkhemct, berühmter türkischerPascha; zeichnete sich durch seine Tapfer-keit in den Belagerungen von Candia, Ka.minik und Wien, so wie in der Scklachtvon Chozim aus« und st. als Oberbefehls,Haber in Ofen 1684. K. MühammedTürkoman, der Anführer aller Truppendes Stammes vom schwarzen Schöps unterSultan Avis Jlekani, Herrn von Bag.dad, wegen seiner geleisteten guten Dienste.Er war der Vater des Kara Jussuf, Stif.ters dieser Dynastie. (77^.)

Karamüssol (Karain enso l, Ka.ramuzol, türk. Sec».), -in türkischesKauffahrteischiff, mit einem sehr hohenMaste, einem Bugspriet und einem kleinenBesahnmast. Früher bedienten sich die bar-banschen Staaten dieser Fahrzeuge mitgroßem Vortheil zu ihren Seeräubereienund besetzten die K. manchmal mit mehrals 60 Mann und 1820 Kanonen. (77ss.)

Kara Müstapha, Großvezier, Neffedes Großveziers Kiuperli; stand bei devSultanin Mutter in großer Gunst u. stiegschnell zum Großvezier empor, wurde aberauf Anstiften seiner Beschützerin 1633 er-drosselt.

Karang (Geogr.), Gebirg auf derInsel Java in der Provinz Bantam; dazudie Spitzen Gunang Karong (s. unt. Ban-tam). Jalo, Junyng, Pulusari. K. As-se m, 1) Provinz auf der Insel Bali(Gruppe der kleinen Sundainseln) ; liegtan der Straße Lanbock, hat 50,000 Strei-ter; 2) Hauptstadt derselben am Meere;ist groß, bat Hafen, ansehnl. Handel. Inder Nähe der 3) feuerspeiende Berg K. A.K. Bolang, Ort in der LandschaftBazhlen auf dem unabhängigen Theile vonJava; dabei in dem benachbarten Felteneine große Menge Salanganennester, vonwelchen jährlich ein Gewinn von 180,000Thlrn. kommen soll. (77>.)

Karunitls (a. Geogr.), Provinz inder Landschaft Troß-Armenien mit der Haupt-stadt