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Ende des Aprils, weiß, roth, blau undgelb. Von einer schönen einfachen H.wird verlangt: ein starker, gerader Schaftvon mittler Länge, zahlreiche große Blü-then an kleinen Stielen, nicht abwärts hän-gend, um den Schaft so angereiht, daß dieuntern mit den obcrn eine wohlgestaltetePyramide bilden; sie darfweder allzuzeitig,noch allzuspät blühen. Bis zu Ende desvorigen Jahrh. wurden gefüllte H.n, alsDick köpfe, verworfen, bis Pet. Boorhelmzu Harlem zuerst darauf verfiel, sie zu cul-tivircn- Nun wurden diese die beliebtesten.Man verlangt von einer gefüllten H.,daß wenigstens 10 ansehnliche Glocken aneinem starken Schaft sich befinden (es kom-men wohl bis Z0 Glocken an Einem Schaftevor, die aber dann nicht so groß ausfallen);Die Glocken selbst müssen sich so rückwärtsbeugen, daß man die Fällung offen sieht;auch müssen sie so gedrängt sein, daß dasGanze sich wie ein Bouquet darstellt. Da-bei sieht man gern, daß sie nicht zu zeitigblühen, weil dann die Glocken nicht ihrevolle Größe erlangen. Die einfachen habendagegen den Borzug, 2—3 Wochen frühermit ihrer Blüthe zu erfreuen, mehr Blu-men zu tragen, und eignen sich daher bes-ser auf ein Hyacinthenbeet, welchesdadurch mit den lebhaftesten Farben zeitiggeschmückt wird. Die holländischen und be-sonder» die harlemer H.n behaupten sichfortwährend noch als die vorzüglichsten, u.es wird von dort au« mit den Zwiebelnalljährlich ein bedeutender Handel getrieben.In früherer Zeit wurden in Holland ein-zelne vorzügliche Sorten mit 100, ja 1000Gulden bezahlt, jetzt wohl nochmitIO—100Gulden. Der gewöhnliche Verkauf aber ge-schieht in Rummeln, oder zu 100 Stück,zu 10—60 Gulden. Sie blühen aber nlirE'n Jahr schön und verschlechtern sich dannvon Jahr zu Jahr. In den harlemer Ver-zeichnissen werben über 1200 H.-sortenunterschieden, deren jede ihren Eigennamenhat. Doch sind diese nicht durchgängig an-genommen und übereinstimmend. In Hol-land wird folgendes für eine gute Mischungvon Erde zur Hyacinthenzucht gehal-ten: ß grauer oder halbschwarzer Sand,4 Kuhmist und ; Gerberlohe, welches zu-sammen l — 2 Jahre liegen bleibt. Sonstwählt man auch dazu 2 Tbeile verfaulteRasenerde, 1 Lheil verwesten Kuhmist,1 Theil Sand. Die Hyacinthen zwie-beln sind alle von unregelmäßiger Form,meist auswärts mit einer schönen, purpur-rothen, häutigen Schale bedeckt, aber auchhäufig weiß. Sie werden als Brut vonalten Zwiebeln erhalten und zwar von ein-fachen und gefüllten, wo man dann diesel-ben Sorten, wenn auch nicht immer vongleicher Güte, daraus erhält. Man pflanztsie, wenn sie leicht von alten Zwiebeln sich
Hyacintheiialoe
ablösen, auf ein besonderes Beet, um danndurch sie, wenn sie nach einigen Jahrengrößer geworden sind, den Abgang der al-ten Zwiebeln zu ersetzen, oder läßt sie auch1 — 2 Jahr unberührt in der Erde. Diesedauern etwa 8 Jahr lang aus. Nach völ-ligem Abblühen der H. und Vergelben derBlätter, auch wohl erst im August, wer-den diese behutsam aus der Erde genom-men, in Kästen oder ganz trockne Erde ge-legt und im October in das dazu vorberei-tete Beet in S —6 Zoll tiefe Löcher, 6 Zollweit von einander, eingesetzt. Für dieHyacinthcnflor ist die Abendseite diebeste, nächstdem die Morgenseite. Sie selbstdauert 3—5 Wochen. Den großen Blu-men gibt man hölzerne Stäbe. Man ziehtsie auch in Aeschen auf Stellagen und ver-wahrt sie dann durch Schirme gegen Re-gen und Sonnenschein. Will man aus Sa-men von einfachen H.n neue Sorten ge-winnen, so muß man die letzte als Mutter-blume wählen. Man muß aber sich 3, 4,ja wohl 5 Jahr gedulden, ehe die Pflanzezur Blüthe kömmt. Um im Winter H.nzu treiben, wozu man vorzugsweise ein-fache Hyacinthen wählt, füllt man Blu-mengläser (s. d.) mit Wasser so weit,daß die dazu ausgewählte schöne rundeZwiebel, auf die Oeffnung des Glases ge-setzt, mit ihrem untern Theile das Wassererreicht. Regen- oder Fiußwasser. nicht zukalt, ist dazu am besten; wird es in derFolge trübe und faul, so gießt man es,ohne die Zwiebel zu stören, behutsam ausund anderes an dessen Stelle ein. Die Glä-ser werden kn der warmen Stube in dieFenster gesetzt und des Nachts gegen denFrost verwahrt; will man sie schneller zurBlüthe bringen, so thut man etwas Sal-peter in das Wasser. Die Zwiebel geht jedochdadurch meist zu Grunde. Um in Aeschen H.nin der Stube zu ziehen, setzt man im No-vember 3 oder 4 Hyacimhenzwiebeln inlockere Erd« in einen Blumenasch, etwa ZZoll tief, u. begießt die Aesche mittelmäßig;wenn sie dann treiben wollen, setzt man sie,wie in Gläsern, ins Fenster u. begießt sievon Zeit zu Zeit.
Hyaclnthe (Geogr.), eins der nette-sten und ansehnlichsten Dörfer in dem bri-tischen Gouvernement Quebec in Unter -Eanada, an der Pamaska, etwa 2 Meilenvor ihrer Mündung in den Lorenz; es hatgegen 100 Häuser, 600 Ew. und ein Col-legium, ist schön gebaut und immer durchStraßenverkehr und Durchfuhr lebhaft.
Hyacinthen-llloe (Bot.), diePflan-zengaktung Aletris, deren Hauptarten, diediese Benennung erhielten aber »- gui-nensi« und s. si^scinilioiües, als s. xui-nensi« und ». ve^Ianäica unter Sansk-riera, und 2 . c»^>ensis, unter Beltheimiaals v. viriäikoli» gestellt sind.
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