578 Dyspepsie
Dyspepsie (v. gr., Med.), Schwer«Verdaulichkeit, vergl. Lpepsic. Dys-phagie, erschwerter oder auch ganz ver-hinderter Durchgang der Speisen durch denSchlund in den Magen, von Lähmung, Er-schlaffung, krampfhafter Zusammenziehungder Schlingorganc, fehlerhaften Gebildenin denselben u. s. w. Zuweilen ist mecha-nische Hülfe zulässig; das Übel kann durchEntzündung, durch gänzliche und dauerndeVerschließung des Schlundes tödtlich werden.
Dysphemiak (gr.), ominöse Wör-ter (s. d.).
DySpnöe (v. gr., Med.), beschwerli-ches Arhemholen; vgl. Asthma.
DySpöntion (a- Geogr.), Stadt inElis, nach dem Dyspöntios, angeblichSohn des Pekops, benannt, zwischen Elisund Olympia; bereits in dem Kriege zwi-schen den Eliern und Pisäern zerstört.
D^sporu« (Jool.), s. Tölpel.
Dyspröpheron (gr., Rhet.), derGebrauch rauher, schwerer Wörter, wie:praestiAistricea algno inciiiclriceo rigres.
Dysfödia (8. //7), Pflanzengallungaus der nat. Familie der Zusammengesetz-ten, Ordn. der Radiaten, zur 2. Ordn.der Syngenesie des Linn. Syst, gehörig.Art: li. poroxli)-IIuin, in Meriko.
Dystom-spath, prismatischer(Mineral.), s. Datolith.
O/rious (O)-tiscrr5, Zool.), s.Tauchkäfer.
E
Dyveke (Biogr.), s. unter Christian?).
Dzidzinla (Myth.), bei den SlaoenGöttin der Liebe und Heirath; ward umzahlreiche Kinder angerufen.
Dziewänna (Dzicvönta, Myth.),eine Wild- und Waldgötlin der Stauen,vorzüglich der Polen. Ihre und der Manzana (s. d.) Bildnisse trug man, um Städteund Dörfer von der Pest frei zu halten,an Stangen gesteckt, unter traurigen Gesän-gen herum u. warf sie endlich ins Wasser.Als in Polen das Christenthum eingeführtworden war, fuhr man noch fort, angedl. umden Sturz des Heidenthums zu feiern, amSonntage Lätare in einigen Dörfern dieBildnisse jener Göttinnen auf langen Stan-gen herumzutragcn und endlich in Sümpfezu versenken. (M-.)
Dzimmih (türk.), in der Türkei dieChristen, in so fern sie eine Kopfsteuer geben.
Dzondr (Karl Heinrich, eigentlicherName Schundenius), geb. 1770 zu Ober-winkel im sächs. Erzgebirge, Prof, derMed. und Chirurgie und Direktor derKlinik der Chirurgie und Augenheilkundezu Halle. Unter mehreren seiner Schriftennennen wir: Lupplemerita ack »nsroiniampotissimum conipsraram, Leipzig 1805,4.; cie iiiilamniLtrons splioriomi, Halle1811; über Verbrennungen, ebend. ISIS,2. Aufl. 1825 ; ÄSculap, 2 Hefte, Leipzig1821, 1822; Lehrb. d. Chir., Halle 1824.
Dzwina (Geogr.), s. Düna.
E.
^ p 1) als Buchstabe, in den meisten Spra-chen , auch in der teutschen, der 5. Buch-stabe und 2. Vocal. Doppelt bezeichnetdas E. die griechische Sprache, theils alskurz (kl ses, Epsilon, d. i. einfachesE) , theils als lang (2 kl sklA^ , worausspäter kk Eta entstanden). Auch an-dere Sprachen, z. B. die hebräische, un-terscheiden ein langes 07, Zere) und einkurzes ('.', Segol) und ein zu verschlu-ckendes ('.':) E. Im Neuhebräischen wirdes nicht durch diese, unter die Consonantengesetzten Punkte, sondern durch )) bezeich-net (vgl. Buchstaben 1). In beiden Spra-chen war das lange E dem I verwandt;da« Eta lautete so in manchen Zeiten undGegenden, auch in der gemeinen Sprache,welche Aussprache die Neugriechen beibchal-ten haben (vgl. Erasmianer und Etacis-mus); und im Hebräischen ward das langeZere häufig mit dem Chirck (langem I)verwechselt. Die Araber bezeichnen eben-falls E und I mit Einem Zeichen, demKesra. Auch in den neueren Sprachenherrscht größere Verschiedenheit in der Aus-
sprache dieses Lautes, als bei der einesandern, wohl weil er den zartesten Tonhat (die Zunge liegt vorn an den Unter-zähnen und der Hauch streicht sanft dar-über) und deshalb durch die verschiedenenZungen auf das Verschiedenste mvdulirtwird. Die Engländer sprechen ihn (lang)wie ih, (kurz) wie geschärftes i aus undverschlucken ihn meist am Ende. DieFranzosen unterscheiden vorzüglich L ou-verr, lkl kermö und kl inuot (s. d. a.),nebst deren Untergattungen. Im Teutschenhat E einen dreifachen Ton, einen langen,wie in der 1., einen kurzen, wie in derZ., und einen tiefen, wie in der 2. Sylbevon ,, gewesen." Doch entscheiden auchhier Organe, Provinzen ec. Stumm istes, wenn cs dem I statt dessen Verdoppe-lung beigefügt wird (ie), wie in Spiel.Gedehnt wird cs durch ein zweites e(ee) oderh (eh). 2) Als Zahlzeichen, r) im Grie-chischen, ^ — 6, o — 5000, 8, >e
— 8000; b) im Lateinischen (später)
— 250; o) in der Rubricirung §.s) Als Abkürzung, s) in römischm J«>
schrif-