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be», dieses auch um seine Schulden (an 6Millionen Thaler) zu bezahlen. Zurückge-kehrt stiftete er, um eineAcitlang leine Geg-ner in Schach zu halten, mit Pompejus u.Craffus das erste Triumvirat (60 v. Chr.),wobei die edle Julia des Pompejus Gemah-lin ward. Hierdurch ward Cäsar mit Bi-bulus Consul, letzterer ohne allen Einfluß.Um Pompejus ruhig zu erhalten, wirkteer ihm die Bestätigung seiner eigenmächti-gen Einrichtungen in Asten und Belohnun-gen für seine Soldaten aus; er selbst aberließ sich durch das Volk als Proconsul dcScisalpinischen Gallien u. Jllyricn (Ober-Ita-lien bis an die Donau) auf 5 Jahre alsProvinz ertheilen, wozu der erschreckte Se-nat noch das transalpinische Gallien (das heu-tige Frankreich) hinzu fügte. In diesen Pro-vinzen warb er eine von ihm abhängige Ar-mee, Geld und Ruhm. Eine Menge ein-zelner roher Volksstämme, germanischer u.keltischer Abkunft, bewohnten jene Gegen-den; unter diesen wußte er fortwährendKriege zu unterhalten, wodurch er die Gal-lier so schwächte, daß es ihnen niemalswieder gelang, das Joch der Römer abzu-werfcn. Zuerst vertilgte er fast gänzlichdie Helvetier, welche ihr Land verlassen u.am Jura neue Wohnplätze suchen wollten,dann schlug er den Ariovist mit seinen Sue-ven bei Bcsan<;on, ging zweimal nach Ger-manien, zweimal nach Britannien und un-terdrückte im siebenten Jahre noch einengallischen Aufstand unter Verckngetorix.Won Gallien aus leitete jedoch Cäsar gleich-falls durch seine Agenten die Angelegenhei-ten Roms. Cato und Cicero waren hierdurch Clodius auf einige Zeit entfernt undverbannt worden, und als endlich dieserdurch Milo ermordet worden war, wardauch das Band des Triumvirats noch locke-rer, als es bereits seit dem Tode der Ju-lia der Fall war; und nachdem Crassus inSyrien gegen die Parther geblieben war,trennte sich das ganze römische Volk in zweiParteien unter Cäsar, der monarchischen,und Pompejus, der aristokratischen. Dieserhatte die Provinz Hispania innen, als dieZeit herannahte, wo Cäsar Gallien wiederabgeben sollte. Allein Cäsar wollte sichdazu, wie zur gesetzlichen Bewerbung umsConsulat nach CraffuS Lode, nur unter derBedingung verstehen, wenn auch PompejusSpanien abgeben würde. Als man ihm je-doch nichts von seinen Forderungen bewil-ligte, rückte er mit Gewalt in Italien ein,schlug den Pompejus bei Lerida u. Phar-falus (s. Bürgerkriege) u. folgte ihm nachÄgypten, wo ec seinen Feind ermordet fand.Um sich Ägypten zu sichern, nahm er Par-tei für Kleopatra, die Schwester des bis-herigen verrätherischen Königs Dionysios.Der daraus entstandene gefahrvolle aleran-drinische Krieg endigte mit dieses Tod und
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der Thronbesteigung der Klevvatra, welchedem Cäsar zwei Söhne schenkte. Von daging er nach Pontus, wo er den Pharna-kes, des großen Mithribates Sohn, schlug,dann nach Rom, wo er abermals Diktatorund Consul ward, und nach Afrika, wo erdie vereinte Macht des Juba, Scipio, La-bienus, Cato und der übrigen Pompejanerbei ThapsuS schlug, worauf sich letzterer inUtica entleibte. Nach Rom zurückgekchrtwählte der taumelnde Pöbel C. zum Dik-tator auf 10 Jahre mit 72 Lictorenund zum alleinigen Censor, erklärte ihnfür sacrosanct und stellte sein Bild aufdem Capitolium auf. Rauschende, schwel-gerische Feste fesselten das Volk noch mehran seinen Despoten. Noch einmal wagtendie beiden Söhne de« Pompejus, CnejuSund Scrtus, einen Versuch gegen ihn inSpanien, wurden jedoch in der letztenSchlacht von Bedeutung, bei Munda (45v. Chr.), überwunden. Man machte ihn nunzum beständigen Diktator, und der TitelImperator sagt, daß er es durch das Rechtder Faust geworden war. Von jetzt ansprach er cs offen aus, daß er König seinwolle, und seine feilen Crcaturen wolltenihm auch wirklich das Diadem auf der Ln-ris kompeji aufsetzen, wie man damitschon früher seine Statüen bedeckt hatte;allein dieser Lag (15. März 44 v. Chr.)ward sein Todestag. Sein VerwandterBrutus (nebst andern Verschwornen) ermor-dete ihn daselbst, als er eben seinen Platzeingenommen hatte. So endete der Mann,welcher zum Unglück der Welt in Rom zu-erst einen Thron aufgerichtet hatte. Errühmte sich, blos in auswärtigen Kriegen»die er alle zur Befriedigung seiner ehrgei-zigen Plane unternommen hatte, 1,192,000Menschen getödtet zu haben, ohne die meh-rern Hunderttausende, die in den Bürger-kriegen mittelbar durch ihn den Tod gefun-den hatten.— Cäsar behauptet auch als Ge-lehrter und Schriftsteller einen hohen Rang.Von durchdringendem Verstände u. erstaun-lichem Gedächtnisse, guter Sprachkenner,Dichter, Redner, Rcchlsgelehrter, machteer sich schon früh durch Gedichte, Reden,grammatische u. a. Schriften (s. z. B. Knri-Oarone») bekannt (wenige Fragmente übrig).Vollständig besitzen wir 7 Bücher über dengallischen und Z Bücher über den bürgerli.chen Krieg (s. d. b.), eine Art Memoiren(ooirrmentarii, , in denen
man, bei großer Klarheit, Rundung, Prä-cision, obschon Mangel an schulgerechtem Ge-präge, alle die leichte Grazie findet, dieein Polyhistor von so glücklichem Genie,wie Cäsar war, über ein Werk, das inder Zerstreuung eines rastlos thätigen Le-bens, ohne Kunst u. Zeitaufwand geschrie-ben ward, nur immer verbreiten konnte.Für Len Geschichtsforscher, den Geogra-