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4 (1835) Universal-Lexikon oder vollständiges encyclopädisches Wörterbuch : . 4 / Boa bis Cardimelech
Entstehung
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537
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Burchard

ris, Burcharia, von den Römern Faba-ria genannt, a. Geogr.), die ansehnlichsteunter den, nach Plinius, vom Rheine bis andas cimbrischc Vorgebirge liegenden 23 In-seln, auf dem cobonischen Meerbusen, nachStrabon von Drusus, nebst andern, er-erobert; jetzt Borkum, der EmS gegenüber.

Burchard, s. Burkard.

Burchärdia (d. Leiseer), I. H. Burck-hard zu Ehren genannt, vormaliger Namevon crllicar^a american», s. Unter Cal-licarpa.

Burchhardi, s. Arrests.

Burchiilllo, mit seinem eigentlichenNamen Domenico, italienischer Dichter,der meistens zu Florenz lebte u. 1448 zuRom starb. Er hat mehrere Sonette,größtenteils burlesk-satyrischer Gattung,geschrieben, denen es nicht an Witz fehlt,die aber durch Anspielungen auf Personal -und Localverhältnisse nicht selten unverständ-lich sind. Sie erschienen zuerst gedruckt,Bologna 1475 , 4 , neueste Ausgabe unterdem Titel: Hirne, Florenz (Pisa) 1760.

Bürcia, s. Buffa-

Burck bdrnheim (Geogr.), s. Burg-berkheim.

Burckhard, 1) (Franz), Vicekanzlerdes Kurfürsten von Köln; ward 1539 alsGesandter nach England geschickt, so wie1541 zum Religionsgespräch nach Regens-burg; st. 1584 zu Bonn. Er schrieb: äsautonomia reü^ionis, Münch. 1586, neuaufgel. 1593 u. 1602, gegen den passauerVer-trag, den er für ungültig hält, weil ernicht mit Genehmigung des Papstes abge-schlossen war. 2) (Joh. Heinr.), geb.1676 zu Sulzbach, Leibarzt des Herzogsvon Braunschwekg; st. 1738 zu Wolfen-büttel. Wichtig ist seine Lpisrola aäl^eib-

ruHum, gna, cliarrctsreirr plantsrninnaturalem nsc a raäicilaus neo sl, aliizxartibus piantaruin minus sssentialibu»xeci nasse, ortenäic, Wolfenbüttel 1702,' Helmst. 1750. 3) (Jacob), geb. zuSulz-bach in der Ober-Pfalz 1681; ward 1716Professor in Hildburghausen, kam 1733, als Bibliothekar nach Wolfenbüttel u. ft.daselbst 1753; schrieb über Hutten und äslinAuss latinas in dermanis psrXVIIroculaarnvlius katis, Hannov. 1713, 1721;! Hisroria bidliotlrecas Luxuskas, «giiae! IVolsenoutteli esr, 4 Thlc., 1744—45, 4.;

u. a. m. 4) (Jo h. C arl), geb. zu Leipz.

> 1773, sachsen-meiningischer Legationsrath u.

Astronom; schrieb 1794, auf Veranlassungdes Prof. Hindenburg, über die combinato-risch-analytische Methode eine lateinischeAbhandlung; dieses empfahl ihn dem Herrn

v. Zach in Gotha, bei dem er nun in Go-tha Astronomie studirte. Zach empfahl

^ ihn wieder an Lalande; er berechnete nununter diesem in Paris Cometenbahnen und! übersetzte Laplace's stlsaani^us aslesrv

Burda t) Scheriff Z37

ins Teutsche, Berlin 1801, erhielt 1799das französische Bürgerrecht und ward beiLalanLc's Tode Astronom an der Stern-warte der Mililärschule. Er zeichnete sichvorzügl. auch durch Berechnungen von Stern-bedeckungen, Sonnenfinsternissen u. durch Län-genbcstimmungen aus. 5) (Joh.), geb. zuBasel 1784; verließ die Schweiz, weil ernicht unter der Herrschaft der Franzosendienen wollte, u. ging 1806 nach England,um dort der afrikanischen Gesellschaft seineDienste anzubieten. Im Auftrag von ihrunternahm er 1803 die Reise ins InnereUfrika's, studirte erst die arab. Spracheu. die orientalischen Sitten zu Aleppo unddurchreiste hierauf, ganz die Sitten, einesMuselmanns annehmend, Syrien u. Ägyp-ten, wo er den Nil hinauf bis Dangolagelangte, dann die nubische Wüste nachBerber und Shendy (wohin er zuerst vor-drang) bis Suakin ans rolhe Meer, daser überschiffte uns nach Mekka wallfahrtete.1815 kehrte'er nach Kairo zurück, besuchteden Sinai und st., als er eben die vonFez,an ankommcnde Karavane erwartete,1817. Seine Reisen erschienen unter demTitel st'ravsls in Icubia 1815, London1819, teulsch Weimar 1823.

Burckhäüsen (Geogr.), so v. w.Burghausen.

Burckthann (Geogr.), so v. w.Burg-thann.

Burc zelland (Geogr.), (. Kronstadt.

Burdach (Karl Friedrich), geb. 1776zu Leipzig, gegenwärtig königl. prcuß.Hofrath, ward 1806 außerord. Prof, derMed. das., 1811 Prof, in Dorpat u. 1314Prof, der Anat. u. Medicinalrath zu Kö-nigsberg. Seine Hauptschriflen sind: Pro-pädeutik zum Studium der gesummtenHeilkunst, Leipz. 1800; Diätetik f. Gesunde,ebend. 1805; Handbuch d. neuesten Ent-deckungen der Heilk., das. 1805; Beiträgezur nähern Kennt», d. Gehirns, L Bde.,Las. 1806; die Lehre vom Schlagflusse,das. 1806; System der Arzneimittellehre,S Thle., das. 1807—9, 2. Ausg., 4 Bde.,das. 1817—19; neues Recepttaschenbuch fürangehende Ärzte, Las. 1807; die Literaturder Heilwiffcnsch., 2 Bde., Gotha 1810—11; Encyclopädie der Heilwiffensch., 2 Bde.u. 3. Bandes 1. Abth. Leipz. 1810—12, n.Ausg. 1817—19; Berichte von der königl.anatomischen Anstalt zu Königsberg, Kö-nigsb. 1818—23; vom Baue und Lebendes Gehirns, 2 Bde., das. 1819,1822 u. m.

Burdah (Geogr.), Distrkct in derbritischen Provinz Gujerate (Vorder-In-dien); gehört nur thcilweise den Briten.Hauptst. Poorbunder. In dem nicktbriti-schen Theile liegen die Rajahschaftcn Meane,Rawen Wunder und Junaghur.

Burda y Scheriff, s. Hirka yScheriff. -

Bur-