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4 (1835) Universal-Lexikon oder vollständiges encyclopädisches Wörterbuch : . 4 / Boa bis Cardimelech
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534 Buona - Vista

ihm die folgenden durch die Kraft seine»Geiste«, die oft die Grenze der Möglich-keik zu überschreiten strebte, gewaltig mitfortgeriffen hat und eben hierdurch wieein Riese in seinem Kreise steht. Erstammte aus dem Hause der Grafen vonCanossa und ward seinem verarmten BakerLodovico zu Settignano bei Canossa im I.1474 geboren; die Unterstützung und derSchutz de« großen Lorenzo von Medici gabseinem Fcuergeiste Flügel, u. da« Schwerstefür Andere erschien ihm nur als leichtesSpiel. Bald sah man ibn auch von einerReihe von Päpsten in Rom eben sowohl,wie in Florenz mit den ernstesten Ar«beiten beschäftigt. Am mehrsten zog ihndie Bildhauerei an, und darin hat er auchfür seine Zeit Außerordentliches geleistet;doch seiner raschen Kühnheit wollte diedurchaus nur bedachtsam zu behandelndeMasse sich fast nimmer fügen. Höhere undbleibendere, achtungSwerkhe Denkmale hater sich durch seine Gebäude, von St. Pe-ter an bis zu den Festungswerken in Flo-renz, als Architekt, und als Maler durchseine Frescogemälde in der Capelle Sistinaim Vatikan zu Rom gesetzt, die jeden, derdiesen Meister in der Fülle seiner Geistes-kraft zu würdigen vermag, mit Bewunde-rung erfüllen. Ein ähnlicher Genius istseit ihm der Kunst nie wieder erschienen.Er st. zu Rom 1564; seine Überreste ruhenaber in der Kirche Santa Croce zu Florenz,st) (Michel Angel»), Neffe d-sBongen, geboren zu Florenz 1563,st. 1626. Außer einigen Lustspielen, dienoch jetzt als klassisch geschätzt werden: !->Lancia, Florenz 1615, und I» kier»,ebend. 1626, mit Anm. von Salvkni, hater die Gedichte seines Oheims unter demTitel: Hirns äs lVIicliel Xngelo Lno-naroti, raooolts ü» bllicliel Xnßsloono nrxoto, Florenz 1623, 4., heraus-gcgeben- Auch war er Mitarbeiter an demWörterbuch« der Akademie Zella 6rnso».S) (Filippo), AlterlhumSforscher, ausFlorenz, wo er Senator war u. 1733 st.Seine vorzüglichen Werke sind: Osserva-rioni isrnrielrs ropr.r alcnni ineZNAlioiii»nliclii clel carcliiiale Oarpe^u», Rom1698, 4,; Oreervarioni so^>ra »lcniiikrammsiiri cli vasi anticlrr >li vetroornati äi st^ure, trovatr ns' oitnikerj ZiLnni», Florenz 1716, Fol.

Buona-Vista (Geogr.), eine der In-seln des grünen Vorgebirges; hat flaches,nur durch einige Sandberge erböhetesLand,bringt Indigo, Baumwolle, Schildkröten,Salz; die Ew. fertigen baumwollene Zeuge.

Buoncampägno, 1) aus Florenz,im 13. Jahrh. Lehrer der Grammatik undschönen Wissenschaften in Bologna; gingmit großer Hoffnung nach Rom, sah diesegetäuscht .und st. nach 1249 in seiner Va-

Buontempi

terstadt in einem Hospital; schrieb mehreregrammatische. Werke (sehr wenige gedruckt)und eine Geschichte der Belagerung vonAncona durch Friedrich I. (letztere vonMu-ratori herausgeg,). 2) (Hugo), s. Gre-gorius XIII., Papst.

Buonconsiglio (Giovanni, auchMa»rescalco genannt), einer der ältesten Maleraus der venetianischen Schule, gcb. zu Vi-cenza um 1460. Man har von ihm nochein Gemälde in der dresdner Bildergalle-rie; die Zeit seines Tode- ist ungewiß.

Buondelmönte, s. Bondelmonte.

Buonfigli, 1) (Giuseppe Son-st an t ins), aus Messina gebürtig; dienteAnfangs Spanien in Flandern, wandteaber die letzte Zeit seines Lebens auf dieschönen Wissenschaften und hinterließ eineGeschichte Siciliens, Venedig 1604, Mes-sina 1613, 3 Bde., 4., u. a. m. 2) (Ni-col. Aur.), s. Aurifer.

Buvnincontro (Lorenzo), Astronom,geb. 1411 zu San-Miniato in Toscana;lehrte die Astronomie zu Florenz. Vor-zügliche Schriften von ihm sind: 6c>m-mentariiis in 6. iölanilii astroiioiiiiocm,Bologna 1474, Fol., mehrm.; 1>»o-ralus »rrroloAicn» eleciionum, Nürn-berg 1539, 4.; Herum iiatiiraliiim erZivinarum e;c. Iil>ri III., Basel 1540,4., u. m.

Buono, 1) ein berühmter Baumeisterund Bildhauer zu Venedig; lebte um 1150und hinterließ zu Venedig und Neapel meh-rere Gebäude. 2) (Bartolomeo), Bild-hauer, gcb. ;u Bergamo im 15. Jahrh.;st. 1529 zu Venedig. 3) (Paolo del),geb. zu Floren; 1625, Physiker; lerntedie Mathematik unter dem berühmten Ga-lilei u. erfand ein Instrument, welchesdie Nalurkundigen anwcnden, um die Jn-compressibilität des Wassers zu beweisen.Ferner erfand er einen Ofen, um die Eiernach Art der Ägypter, durch künstlicheWärme, auszubrüien, welchen Reaumurzur Vollkommenheit brachte. 4) (Can-dido), des Vor. Bruder; st. 1670; istebenfalls durch einige physische Erfindun-gen bekannt.

Buontalenti (Bernardo, genanntBuontalent! dalle Girandole), weil er Er-finder dcr Kronleuchter war, geb. zu Flo-renz 1536; st. als Bildhauer und Bau-meister des Großherzogs CoSmo von Me-dicis 1603.

Buontkmpi (Georg Andreas Angc-lini), Tonkünstler und Dichter, ged. zuPerugia zu Ende des 17. Jahrh.; st. alsCapellmeister zu Dresden; schrieb in Ita-lien. Sprache eine Geschichte der Musik inItalien, Perugia 1695, Fol., und l^ov»

narnor vcicilm? oomvoiiencli metlio-

u», Dresden 1706.

Buor-