2 DoaS
BöaS (bibl. Gefch.), 1) ein wohlhaben-der, frommer Einwohner von Bethlehem,aus dem Geschleckte Eli-Melechs undnaher Verwandter der Ruth; leistete derRuth die Levirathsehe, nachdem der nochübrige nähere Verwandte seinen Ansprüchenauf die Witwe und das Erbgut ihres ohnemännliche Nachkommen verstorbenen Man-ne« feierlich entsagt hatte. Im Buche Ruthist die Geschichte ausführlich erzählt. B.war einer von den Stammeltecn Davidsund Jesu (Matth. 1. 6; Luc. S, 32). 2)Der Name einer von den beiden ehernenSäulen, die (1. Kö».7, 21) Salomon vorden Tempel setzen ließ. * Sie war auf derlinken Seite, die andere, Jachin, auf derrechten. 3) In der Freimaurerei eine Vermeh-rern von dem Salomonschen Tempelbau her-genommenen symbolischenAudeutungen. (L>>.)
Bväte (Gerhard), ein holländischer Arzt,der in Irland lebte und in Dublin 1650 st.;bekannt durch Irlands nsrural distcri')-,London 1652 u. 1657, n. Ausl, vermehrt,Dublin 1726 u, 1753, auch franz., 2Bde., Paris 1666, 12. Vgl. Boot 1).
BvatinuS, s. Bovettinus.'
Böaton, geh. zu Anbonne im Payrde Vaud, Anfangs Capitän bei einemSchweizcrregiment in sardinischen Diensten,späterhin Lehrer an der königl. Militär-schule zu Berlin; st. 1794; übersetzte Wie-lands Oberon ins Franz., Berlin 1785.
BoaUpaS, s. llpa«.
Boavrsta (Bonavista, Neogr.), eineder Inseln de« grünen VorgebirgS in Afri-ka, entdeckt von den Portugiesen; hat.weiße Berge, bringt Salz, Baumwolle,Indigo, Ziegen, Esel, Schildkröten.
Boaz, so v. w. Boas.
Bob, ein au« Milch, geschlagenen Eiern/Zucker und Rum bereitetes Getränk, des.im spanischen Amerika gewöhnlich.
B o b a d > l t a, 1) (Bovadilla DonFrancisco de), Comthur de» Ealatra-vaordeus; ward 1500 als Generalgouver-neur nach Hispaniola gesandt, tim die gegenKolumbus eingegangenen Klagen zu unter-suchen. B. behandelte dkn Angeklagten em-pörend , sandte ihn mlt Ketten belastet nachSpanien, unterdrückte die Eingeborne» u.brachte die Kolonie dem Untergange nahe.Er ward daher zurückberufcn, kam aberbei einem Schiffbruch in der Nähe vonHispaniola 1502 um. L) (Nicolas),ged. zu Bobadilla in Leon, einer der erstenund thätigste» Anhänger Lvyola'S; durch-reiste deshalb Italien, Teutschland und an-dere Länder und st. zu Loretto 1590, fast80 Jahre alt. Man hat von ihm: Spa-oulilin clrrisrialias coilScieilliao; AIIs-Avrias er moralitatos in loram Izililiai»u. a. m. 8) Guter spanischer Maler, im17 Jahrh. (7-e.)
Bobak (das russ. Murmelthier, arcco-
Bobbio
rn)-» bailiaF, Zool.), nach Pallas mit der Zi-felmau« zu einer Gattung gehörig; hat kleineovale Ohren und kleine Augen, Kopf dun»kelbraun, Rücken schwärzlich, Bauch rost-farbig ; an den Vordersätzen hat er 4 Zehenrpit einem kurzen DauNien, der eine starkeKlaue hat, 5 Zehen an den Hinterfüßen;wird 16 bis 22 Zoll lang. Der B. lebtan den großen Flüssen des europäischen u.asiatischen Rußlands u. der Tatarei; gräbt2 bis 4 Ellen tief in die hohen und sonni-gen Flotzgebirge, um warm im Winter-schlafs zu liegen, und entdeckt so am Uraloft Kupfererze; in der chinesischen Latareiverpflanzt' er die Rhabarber, indem seinDünger, so bald er die Wurzeln bc-rübrt, die Rhabarbcrpflanze zu einer be-trächtlichen Größe treibt und der lockereBoden, den er aufwirst, ein Bett für denreifen Samen bildet, der sonst, in daslange Gras gestreut, umkommen würde,ohne den Boden zu erreichen. (lll.)
Bobali, 1) (Sabi» us),stammte auseiner adligen Familie in Ragusa; st. 1585;schriebt Kims .Iiiioroeo e psstorali s rä-tst o. Venedig 1589. 2) (Franz Cuco),aus Ragusa gebürtig, zeichnete sich als la-teinischer Dichter zu istnde des 16. Jahrh.aus. 3) (Matthäus), lat, Dichter des16. Jahrh.; übersetzte alle Werke de« hei-ligen BasiliuS ins Lateinische.
Bobana.za (Geogr.)/ schiffbarer Flußin Quito (Süd-Amerika); fällt in die Par-tusa; Nebenfluß der Marannon.
Bobart, 1) (Jacob), geb. zu Braun-schweig, Aufseher des botan. Gartens zuOxford, seit dessen Stiftung 1632; st. 1679;schrieb; xstntaruiu storti ins-
ckioi oxonioniis, Oxford 1653. 2) (I a-cob), des Vorigen Sohn und Nachfolger,Herausgeber von Morisons Ilsttoiia xl-n-tsrum, Oxford 1696,
Bobärtia (bob.L.), Pflanzcngattungnach I. Bobart bcn., aus der nat. Familie derCyperoiden, aber nicht anerkannt geblieben.Die darunter gebrachte Art; 8. stnstsnwird zwar gewöhnlich für inoroea spoista-oea 77,r«,ö. gehalten, entspricht aber völligez-r>erua aroiiariris Vgl. Cyperu«.
Bo bas, s. unter Pocken, ambcinische.
Bobbert (der süße, Pomol.), einSüßapfel von 3^ Zoll Höhe u. Dicke; hatglatte gelbliche Schale, mildes, süßsäuerli-che« Fleisch, wird im Nov. u. Dcc. gut.
Böbbio (Geogr.), Stadt am Einflüssedes Bobbio in die Trebbia, in der piemon-tcs. Provinz Alessandria (Könige. Sardi-nien); liegt in einem traurigen Thale, hateine Benedictinerabt-ei, mehrere Klöster und3600 Ew.; ward 1743 von Ostreich abge-treten. Das unter Agilolf (s. d. 3) durchColumbanus (s. d.) 612 gestiftete Klosterzeichnete sich durch gelehrte Mönche aus(Vgl. Gerbert).