Basilidlanlsche Steine
Horen, lebte in der ersten Hälfte beS L.Jahrh., Schüler des Gnostikers Menander,war er selbst Gnostiker. Er nahm an,baß Gott, den er den Vater nennt, aussich selbst 7 vollkommene Äonen (den Ver-stand, das Wort sLogos), die Vorhersc-hung, die Weisheit, die Macht, den Frie-den, die Gerechtigkeit) hervorgebracht habeund mit ihnen zusammen die vollkommeneAcht (Ogdoas) bilde. Die Weisheit und dieMacht zeugten die Engel erster Klaffe, dieeinen eigenen Himmel zur Wohnung nah-men; diese Engel zeugten eine zweite Klaffe,die zweite eine dritte, und sofort, bis 565Klassen Geister und mit ihnen 365 Himmelals ihre Wohnsitze entstanden. Alle Klaffenzusammen bezeichnet daS Wort Abraxas(s. d.), unter dem seine Anhänger auch einbesonderes Symbol bildeten. Der höchsteGott sandte seinen ersten Sohn zur Erlö-sung der Welt; dieser erschien aber nicht ineigener Gestalt, sondern nahm die FormSimone von Kyrene an, der eigent-lich den Kreuzestod litt. B- lehrte auchdie Seelenwanderung und meinte, daß dieSeele in der auf eine frühere folgenden Ge-stalt die Srrafe für die Sünden leide, diesie in jener begangen. Er untersagte auchden Genuß des Fleisches und die Ehe.Marcion war sein Schüler. B. schrieb einEvangelium und einen Commentar in 24Büchern über dieses; beide sind, bis aufwenige Fragmente, verloren. Seine Schü-ler, die Basilidianer, erhielten sich biszum 4. Jahrh. in Ägypten, arteten aberbald aus. 4) 3 Märtyrer unter Aurelian,Diokletian und Maxentius. Tage: der 1.Apr., der IO. u. der 12. Lun.
Basilidiänische Steine, so v. w.Abraxas-Gemmen (s. d.).
Basilien-kraut, großes u. klei-nes (Irorbr basiiioi majoris ar inino-ris), angenehm gewürzhaft riechend undschmeckend; wird von oc^inirirr hasilicurrrund inininiun, , Pflanzen aus Ost-Indienund Persien, bei uns auch als Topfgewächsim Zimmer gezogen, gewonnen. Zn derMedicin wird es jetzt höchstens noch unterKräuterschnupftabak benutzt, mehr aber inder Küche als Gewürz zu mancherlei Brü-hen u. dergl., vorzüglich in Frankreich.Das kleine B. ist noch kräftiger als dasgroße.
Basllien-münze, so v. w. Citro-nenmünze (menrffr ^onrrlis L.), s. unterMentha. B.-rhymian, so v. w. Berg-thymian (Ölfirnis acvnos > 7.), s. unterThymus.
Basilike, 1) so v. w. Basilienkraut;2) s. Basilikon synopsis.
Basiliken, 1) (Lasilica,
, das vom Kaiser Basilius Ma-cedo angesangene "nd von ihm benannte,aber erst durch sei..-n Sohn, Leo den Wei-
EncpclopLd. Wörterbuch. Dritter Band.
BasilipvtawP 33
sen (sapiens), vollendete und kn 60 Bü-chern oder 6 Theilen, r-kv-k-?, (daher -F-r-
Und /g-'/gXs-) IM I. 887
zuerst herausgegebene Gesetzbuch, welchesfür das griechische Kaiserthum bestimmtwar und seinem Plane nach eine an man-cher Stelle abgekürzte und hie und da ineine andere Ordnung gebrachte MilschischeÜbersetzung der Justinianischen Gesetzgebungist. Der Sohn Leo's, Constantinus Por-phyrogenneta, veranstaltete eine nach demJahre 945 publicirte, verbesserte Ausgabedieses Gesetzbuches. Wir besitzen von diesemWerke: a) vollständig: Buch 1, 3, 5,
7 — 15, 20 — 29, 38 —St, 60; b) ächt,aber unvollständig: Buch 2, 6, 16 —18,80, SL; o) unächt: Buch 19, 3l — 37,43, 44, 53—59. Die beiden einzigen voll-ständigen Ausgaben sind von Hervetus,Paris 1557, und von Annib. Fabrotus,Paris 1647, 7 Bde. Fol. (?. Ilsubolcklüflanriale Lasilior>iir>, continsn» volla-tionein snris ssnstinianei cwrn jrrraArseco kosr-ssustinianeo, Leipz. 1819, 4.)8) s. Basilika. (Ov.)
Vasilikw (Geogr.), Flecken am altenAsoposfluffe in Livadien, wo man die Rui-nen des alten Sikyon in Achaja entdeckthaben will; wahrscheinlich ein erst im Mit-telalter angelegter Ort.
Basilikon sy n ö psis (DrsiliooruraSynopsis, kleine Basiliken, Rechlsw.),1) kleines römisch-griechisches Gesetzbuchin alphabetischer Ordnung, von unbekann-tem Verfasser (nach Einigen vom KaiserRomanus Lacarenus); herausgeg. v. Leun-clau (Basel 1575, Fol.) ; 2) (»o/-,»«.
«sv) ein von einem römisch - griechischen Ju-risten im 11. Jahrh. verfaßtes kurzes Rechts-system; herSgeg. von Leunclau (in: ssu»Araeoo-roirianum); 3)
vo^wv), ein Rechtssystem in Versen, vonMichael Psellus im 11. Jahrh.; herausgeg.von^Meermann (im llfflesairrus jurickicus).
Basrlikos (Basileia, so. Oikia (Ge.bäude) oder Stoa sSäulengang), gr.), kö-nigliches «der prächtiges Gebäude, dergl.in den ältesten Zeiten um die königl. Woh-nungen gingen. Hiervon istLasilica (s. d.)abgeleitet.
Basilrna, zweite Gemahlin des Ju-lius Constantius und Mutter Kaiser Julians;nahm die christliche Religion an, bekanntesich später zur Arianischen Lehre und be-wirkte die Verbannung des heil. Eutropiut.
Basilrnda (gr. Ant.) , Spiel der Kin-der, worin sie einen König wählen; spieltschon in Kyros Geschichte eine wichtige Rolle.
Basilivvtamo (Vasilivotamv, sonstEurotas, Geogr.), Fluß «n Morea; mün-det in den Gotf von^olochina, so genannt,weil apanaoirte Prinzen der oströmischenKaiser öfters eine eigne Regierung in Lako-nien hatten.
C Basi-