Bartrüssel
Ritter, den Kaiser Maximilian auf demReichstage zu Worms (1495) im Zwei,kampf überwand.
Bart-rüssel (Zoo!.), s. Nasenrüßler.^'Bartsaj von Nagy Bartsa, s.Barkschay.
Bart-salbe, eine Salbe, den Bartdamit aufznstutzen.
Bartsch (Geogr.), Nebenfluß rechtsder Oder; entspringe im GroßhcrzogthumPosen, mündet bei Groß-Glogau; reich anHechten.
Bartsch, I) Trank der gemeinen Vslks-klasse in Polen und Preußen, aus demKraute und dem Samen der falschen Bä-renklau (s. d. 3) bereitet. Das abgekühltewässerige Decoct davon wird durch Sauer,teig in gelinde Gäbrung versetzt, dann klarabgegvffen und aufbewahrt. Es wird demgewöhnlichen Kofent vorgezogen und selbstin hitzigen Krankheiten .häufig gebraucht;L) die gedachte Pflanze selbst. Vgl. He-racleum.
Bartsch, 1) (Johann), Arzt und Bo-taniker aus Königsberg in'Preußen, einFreund Linne's, ging, um seine Kenntnissezu erweitern, nach Surinam und st. das.1755 noch sehr jung, vcm dortigen holländ.Statthalter verfolgt, 6 Monate nach seinerAnkunft; schrieb eine Abhandlung über dieHitze von Surinam. 2) (Adam v.l, kai-serl. königl. Hofrath und erster Custos ander Hofbiblkothek zu Wien, geb. das., st.eben da 1821. Als Kupferstecher lieferteer mehrere treffliche Blätter; gab auch her-aus: OatalvAiio rsisonnc äes stesseinsoi'iginaux stes plus franst inairres älrSabinen äs kmncs 3s l.i^ns, Wien1794, 8.; Is peintrs xraveur, ebcnd.1802—21, 21 Thle. 8.; Anleitung zurKupferstecherkunst, ebend. 1821, 2 Bde. 8.
Bartsche (Flößer), ein Baumstamm,vorn spitzig zum Angreifen, hinten breitgehauen, welcher auf einem Ständer amHinter- auch am Borderthekl der Flößenruht und zum Steuerruder dient.
Bart-schwamm, s. Hydna.
Bart-schwänz (iepisrna villnsa,Zool.), Art aus der Gattung Zuckergast(Jnsecten), kenntlich am dreispitzigen zotti.gen Schwänze.
Bart-seife (Seifensieder), eineleicht schäumende Seife zum Einseifcn deSBartes; oft mit wohlriechendem Ole ver-setzt und in Kugeln.
B 2 rtsia (fta,tsia /..) , nach Bartsch I)benannte Pflanzengactung zur natürl. Fa-milie der Personaten, Ordn. Rhinantheen,zur 2. Ordn. der Didynamie des Linn.Syst, gehörig. Kelch 4theilig, röhriq,meist gefärbt; Eorolle 2l!ppig, Röhre län-ger als der Kelch, Oberlippe ungetbcilt,Uncerlippe Ztheilig ; Kapsel ^fächerig. Vor-zügliche Arten: k>. coccinsa, in Nord-
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Amerika, empfiehlt sich zu Anpflanzung inGärten; ft. pallista. in N.Amerika, dcsgl.;ft. viscosa, in Sümpfen von England,Frankreich und Italien; ft. alpina u. a.
B a r t - s p e rIi n g (indianischer,Zool.), so' v. w. Bactmeise, B. - spitzen,s. Taster. B.-stcrn, so v. w. Kcmer.
B artu m (Geogr), Volkcwchatt knAbyssinien (Afrika) mit vielen Ortschaften.
B a rt - ü m b er (Mcerälche, sciaenajoftnins . cirrftosa , Zool.), Art ausder Gattung Umbcrfisch (Ordnung der Brust-flossen) mit Bartfaser, gelb, süberblau ge-streift, mit rothen, braunen, schwarzenFlossen, Kkefern mit Zähnen; lebt im Mit-tel- u. atlantischen Meere, wohlschmeckend;sonst war der Kopf vorzüglicher Leckerbissender Römer.
Bart-vogel (Zool.), 1) s. Schnur-renvogel; 2) (ft. ftnccn), Gattung ausder Familie der Wendezehcr (Ordn. derSpechte); haben einen zusammengedrückten,spitzigen Schnabel mit einem Borstenbüfchel,wohnen einsam in Wäldern der Tropenlän»der, fressen junge Vögel und Jnsecten.Art: ft. tainatia, rolh, braun, unten röth-lichweiß, schwarzgefleckt mit gelber Kehleund schwarzem und gelbtichrvlhem Halsband ;S.Amerika; ft. vapensis, gelbrvlh, schwarz-gestreift, mit gelben und 2 schwarzen Hals-bändern; ft. giaiiclis, mit schwarzem Schna-bel, weißer Spitze, grün und blauschillernd,gelbfüßig, in China u. a.; 3) B. (^lan-ccwis Eine/., callaess), Gattung derSingvögel (Familie der Sperlinge); hatdicken, bogenförmigen Oberschnabel, amUnterschnabel zwei Fleischlappen. rundliche,mit einer Schuppe verdeckte Nasenlöcher,gespaltene und gewimperce Zunge; frißtJnsecten und Beeren. Art: cinerea, 15Zoll lang mit schwarzem Schnabel, asch-grauen Federn, erst blauen, dann orangenFletschlappen ; auf Neu-Seeland ; nährt sichvon Jnsecten und Beeren, auch wohl vonkleinen Vögeln, pfeift und murrt; sind eßbarund wohlschmeckend.
Bart-wachs, Wachs, mit Kienrußgeschwärzt, den Stutz- und Knebelbart zuwichsen.
Bart-weizen, s. Weizen.
Bartza Videke (Geogr.), s. Kron-siäster Stuhl.
Bart-zange, 1) eine kleine Zange,ähnlich dem Brenneisen der Friseure, welchezum Ausstutzen oder Locken des Bartes ge-braucht wird; 2) kleine Zange zum Aus-reißen verunstaltender Barthaare, z. B.bei Frauenzimmern.
Baru (Geogr.), Eiland an der Küsteder Prov. Cartagena des Columbia - Dep.Magdalena; hat einen bequemen Hasen,Überfluß an Lropenfrüchten und ist gut be-wohnt.
Barüca (a. Geogr.), das heutige Ba-B 2 ku,