Barthkis
Vater den Adel; 1781 kehrte er nach Pa-ris zurück, wo er ein« Leibarztstelle beimHerzog von Orleans annahm und auch hiergroßen Ruf als Arzt erlangte; 1783 warder Titularkanzler der Universität Montpel-lier, nachher rathgebender Arzt des Königs,ferner Generalstabsarzt sammtlicher Dra-gonerregimenter, 1788 Mitglied des Ge-sundheitsraths u. endlich Staatsrath. 1789verließ er Paris und lebte abwechselnd inNarboune, Carcassona, Toulouse u. Mont-pellier. Im I. 3 der Republik ward erMitglied des Instituts, im I. 11 Ehren-profeffor an der neu errichteten medicini-schcn Schule zu Montpellier. Im 1.1802ernannte ihn Buonaparte, als erster Con-sul, nebst Corvisarr, zum Arzt des Gou-vernements; spater ward er Ritter der Eh-renlegion und kaiserl. Leibarzt. Er. st. 1806.Won seinen mehrern Schriften begründeteseinen Ruf: Nova äoctriua äs tuucrio-uidus corporis Irunrani, Montpellier1774, der Lorläufer seines größer« Werks:sdlouveaux sleinens äs In scisucs äs1'Irouuns, Montpellier 1773, neu bear-beitet Paris 1806, 2Bde. In ihm werden be-sonders die Lebenserscheinungen aus einemals Vitalität ausgestellten allgemeinen Prin-cip abgeleitet. Übrige Schriften: 14 ou-vslls inecanihus äes rnouveinens äs1'üoinme et äes suiuraux, Carcass. 1796,übers, v. K. Sprengel, Halle1800; Kreitsäes irralaäies ^outtsusss, Paris 1862,2 Bde., übersetzt von Bischoff, Berlin 1803u. m. a., nebst einer Menge Abhandlun-gen in Gescllschaftsschriften u. Journalen.
Bärthius, s. Barth 4) u. 5).
Barthold (Greg. Theodor), Prof,der Med. in Gießen; st. bas. 1714. Nachseinem Tode gab dessen Collegicnhefte I.L. Roscnstein unter dem Titel: <3. Ilr.
Lartlioläi oxsra ureäica tripartita, ?.
I. tlreorerica, anat. plrz-sictogica, ?.
II. practica, ?. III. clrirurnica, Franks,a. M. 1717, 4., heraus.
Karthöldy, geb. zu Colberg 1765;st. 1815 als Schulrath und Professor zuStettin; hinterließ nebst mehrern: Ge-schichte des Litern Europa, 3 Theile, Ber-lin 1794 —1797; Bruchstücke zur nähernKenntniß des heutigen Griechenlands, eben-daselbst 1803; gab auch mit HagemeistcrJournal für Gcmcingeist, Berlin 1792,1793, heraus.
Bllrtholet (Bartholettus, Fabricius),geb. zu Bologna 1588;'lehrte Logik, Me-dicin und Anatomie; st. 1630 an der Pest;schrieb: ^naroruica üuuisui rnicrocosiriiäescriptio, Bologna 1619, Fol.; Lnc^cio-äia irerrnetico - äoAiNLtica, L. I. psip-siol. u. m.
Bärthofk, s. Bartalk.
Bartholin (Bartholin us), 1)(Caspar), geb. 1585 zu Malmoe in Scho-
Battholkn 13
nen, widmete sich Anfangs der Theologie,später der Medicin; al» Dort, der Med.ward er 1613 Professor der griech. Sprache,der Medicin und 1624 der Theologie zuKopenhagen, 1626 Doctor der Theologieu. endlich Domherr in Rothschild; st. 1629zu Sora auf -Seeland. Seine Berühmt-heit verdankt er mehr seiner mannigfalti-gen als gründlichen Gelehrsamkeit. Vonseinen Schriften ist nur bcmerkenswerth:^.uaroruicas institurioues corporis Iru-luaui, Wittenberg 1604, sehr oft wiederaufgelegt, auch vor der neuern Bearbei-tung durch seinen Sohn Thom. Bartholin(s. dch u. a. m. 2) (Thomas), 2. Sohnvon B. 1), der berühmteste Arzt u. Ana-tom seines Zeitalters, geb. 1616 zu Kopen-hagen; reiste mehrere Jahre lang, zuerst(1637) nach Holland, wo er Philosophie,Philologie, Theologie, Jurisprudenz, Me-dicin und die arabische Sprache studirte,dann nach Paris, Montpellier, Padua u. s. w.Er promovirte zu Basel 1645, ward Prof,der Mathematik (1647) und der Anatomie(1648), immerwährender Decan (1654) ander Universität Kopenhagen; 1661 zog ersich als Titularprofessor nach Hazestädt zu-rück, 1670 verlor er Haus, Bibliothek u.Manuskripte durch eine Feuersbrunst. Chri-stian V. gab ihm den Titel als Leibarzt,die Akademie ernannte ihn zum Bibliothe-kar. Er st. 1680 als Assessor des hohenRathS. Um die Anatomie und Physiologiehat er sich-durch Erfindungen und Erwei-terung hohe Verdienste erworben. Von sei-nen Schriften ist am bekanntesten dessen ^eua-tonria ex 6»sp. Lartlioliui iusritutio-iiidus, omuiurugus rscsutioruua etpro-priis cbserv. locupietata, Leyden 1641;dann sscuuäuin locupietata, Leyden 1645 ;rertiuin rekoriuata, Leyden 1651; guar-tu.ua resorin., Leyden 1673 (in der letztenAuflage mehrmals abgedruckc, zuletzt nochLeyden 1686. auch ins Französische, Jtal.,Engl., Holland, übersetzt, ingl. ins Tcut-fche, zuletzt von Walluer, Nürnb. 1677,4.). Von seinen übrigen zahlreichen Schrif-ten nennen wirblos: äs iucs aniiualiunalidri III, Leyden 1647, neu aufgelegt Ko-penhagen 1653, 1659; äs lactsis tlrora-cis iu üoinius brutisgus uupsrriiusoüserv. äiss., Kopenhagen 1652, vielfachwieder abgedruckt, und Vasa i^cmpliaiicauuper Ilafnias in aiiiinaliüus auveuraet uepatis exeguias, Kopenhagen 1653;ebenfalls mehrmals erschienen: Ilistoriaruiuauaroiuicaruin er ineäicaruin rariorunacenrurias VI, Kopenh. 1654 — 57; 5ps-cilSAiuiu I et II ex vasis lyiuplraticis,Kopenbagen 1655, 1560 , 4^; Lisra rus-äica Hakuiensis, Kopenhagen 1662; äspulmonniu substautia er ruotu äiatri-be, Kopenhagen 1663, Leyden 1672; Lxi-stolaiuiu lusäioiuai. a äoctis vel aä
äoc-