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3 (1835) Universal-Lexikon oder vollständiges encyclopädisches Wörterbuch : . 3 / Barri bis Bo
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schloffen«» Orten, z. B- untern Schiffs-räumen, Magazinen, Schachten die ver-dorbene Luft abzuleitcn u. einen Luftwechselhervorzubringen; in einem Feuerherde sindeiserne Röbren angebracht, welche durchhölzerne Röhren mit dem verschlossenenRaume in Berbindung stehen; wenn diedurch daS Feuer erwärmte und verdünnteLuft durch den Schornstein entweicht, wirdLurch die Röhren kalte Luft herbeigeführtund so die verdorbene Luft eines verschlos-senen Raumes äusgepumpt. 2) (Er dm.August), geb. zu Braunschweig, Prof,der Med. zu Helmstädt, dann zu Marburg,endlich zu Breslau, wo er 1823 starb;schrieb: Grundlinien der neuen Theorieder Chemie und Physik, Hannover 1801;anthropol. Bemerkungen über das Gehirnund den Sitz der Seele, Berlin 1802;Entwurf einer allgem. Biologie, Franks,a. M 1808; Physiologie der menschlichenLebensthätigkeit, Freiberg 1809; die Re-spiration, als vom Gehirn unabhängige Le-bensthätigkeit und als chemischer Prozeß,Berlin 1813; Lehrbuch der allgem. Pa-thologie, ebendas. 1819«; Anfangßgründe d.Naturwissenschaft, 2 Bde. Leipz. 1821 u.Mi a. 3) (Ioh. Hein r.) , geb. zu Ham-burg 1761, Doclor der Rechte und seit1820 Bürgermeister daselbst; gab das ge-schätzte Werk heraus: Briefe über Cala-brien und Sicilien, 3 Lhle., Göttingen1792; bekundete unter allen wechselnden La-gen seiner Vaterstadt eine ungewöhnlicheCharakterfestigkeit, und führte eine sehrgute Mcdicinalordnung u. eine neueFeuer-caffencrdnung ein.

Barten (Gcogr.), Städtchen im KreiseRastenburg, Regierungsbezirk Königsberg(Preußen); hat 1320 Ew., welche Leder u.Tuch bereiten und Flachs bauen.

Bartenland (Gcogr), Landschaft imkönigl. preuß. Regierungsbezirk Königsberg,mit den F'üffen Alle, Pregel u. a.

Bärten stein (Gcogr.), 1) sonst Rosen-thal, an der Alle, Stadt mit 2600 Ew.,Tuchweber, Gerber, Leinweber, Töpfer,im rastenburger Kreise. RegierungsbezirkKönigsberg. Königreich Preußen. 2)Fürstl.Hohenlohe bartensteinsche Residenz, an derElte, mit schönem Schloß und 1080 Ew.,im Iaxtkreise Würtembergs.

Bärtenstein (Ich. Christoph v.), geb.1690, Staatssekretär des östreichischen Kai-sers und Vieekanzlcr von Ostreich u. Böh-men; schrieb mehrere Scaatsmanifeste, des.die Kriegserklärung gegen Frankreich 1741und, zum Unterricht für den nachmaligenKaiser Joseph II., ein Natur- und Völ-kerrecht (später gedruckt Wien 1790, 8.).

Bärtenwall (Zool), s. Walfisch.

Bart-eule (bärtige Frühlingsfliege,pbr^Aarioa rniirnra 7.., Zool.), Art aus derGattung FrühlingSfliege, mit schwarzem

Bartgcrsie

Leibe, langen haarigen Fühlhörnern. DieLarve baut sich ein Haus aus Sand, mitSplittern bedeckt. B. Pfaden (Bärtel,Bartfaser, cirrlrirs, Zoot.), Fleischfasern,die sich am Maule verschiedener Fische fin-den. Bei manchen ist es einer, z. B. beieinigen Schellflscharten; bei andern mehrere,z. B. bei der Barbe 4, beim Schlamm-peizker 10, beim Froschsisch eine Menge;bald sind sie kleiner, wie beim Schellfisch,bald größer, wie beim Wels. Der Nutzenderselben scheint darin zu bestehen, daß sieandere Thiere dadurch täuschen u. anlocken,um sie leichter zu taugen. B. - f a l k e(Zool.), so v. w. Bartadler. B..-fasers. Bartfaden. B.-fafer-karpfen(cirrlriiri), nennt Cuvier diejenigen Kar-pfen, welche größere Rückenflossen als dieGründlinge und die Bartfäden mitten ander Oberlippe haben, z. B. den o^pr.ciribosu», oder Wönkondei, mit zweiBartfasern, in Flüssen und Teichen vonMalabar. B. -seder (pennarula),Gattung aus der Familie Seefcdern (s. d.),mit walziger, unten zugespitztkr, inwendigknorpeliger Spule, oben mit blätterigemFebcrbart; die Thiere sind Polypen, meistmit 8 Armen. Art: p. rubra, rothe B.,mit warziger Spule, sichelförmigen Bart-strahlen, im Mitlelmeer; p. juncea (vir^u-iaria j. Da»!.), mit langer Spule, klei-nen Federbärten, bei Amboina. (77-.)

Bartfried (a. Lit.), s. blzsopoAoir.

Bartfeld (Bartsa, Bardiow, Gcogr.),Stadt an der Tapola, im sekesover Bezirkder saroscher Gespannschaft (Ungarn); hatSauerbrunnen, Töpfereien, Leinwandhan-del und 4000 Ew.

Bart-fisch (c)-clopterus AelatinosusD., Zool.), Art aus der Gattung Lump,mit großen Brustflossen; lebt in dem Meereum Kamtschatka. B.-fische (cirrlrisco-iria, Zool.), nennt Cuvier diejenigen Fischeaus der Familie der Umbcrsische, bei denendie Schnauze stumpf, die Kopfknochen aus-gehöhlt, die Kimendeckel schuppig u. zahn-los, die Zähne des Maules sammtarrig,die Unterkinnlade aber, besonder« in derMitte, mit vielen Barlfasern ausgerüstetsind, z. B. c. sascialus, aus Carolina;werden von Lacepede poxourus genannt,von Cuvier aber ist dieser Name, we.gen einer gleichnamigen Vog-lgattung,verworfen. B. - f le chtc (Med.), sov. w. Kinnkrätzs (s. d.). B. - fliegc (vo-

lucclla ni^stacea, sz-rpbus irrzsracvusHr/,-., ruusca inz-st. rnusca boui-

bzftius, Zool.), Art aus der GattungBlumenfliege, schwarz, mit gelbem Brust-stück und After und mit gefiederten Fühl-hörnern; lebt in Wäldern Europa'«. Pup-pe» leben im Miste der Kühe, von wel-chem sich auch die Fliegen nähren. B.»geier, so v. w. Lämmergeier. B.-ger-