^arri (Barey, der Zweigereiche), nachder Asalehre, der stille Hain, in dem sichGerdur bei Freyr cinzustellen versprach.
Barri (Äabriel), 1) ein calabrestschcrGeograph, gcb. zu Francica im 13. Jahrh.;gab einige antiquarische Werke in latein.Sprache heraus, unter andern von demAlterthum und der Lage Calabriens, Rom1571, 8. 2) (Gräfin du B.), s. Barry.
Barricäde, Barricadrrung (v.fr., Kriegs«.), 1) Sperrung vonEngniffen(Defileen) im Vertheidigungsgefecht durchBaumstämme, Felsstücke, Nutzholz, Acker-geräth, Mistwagen, Karren rc. Sie muffenbesetzt sein oder unterm Feuer liegen, sonstnutzen sie nichts; 2) Leim Schanzenbandiejenigen der Hindernisse (s. d.), welcheaus ähnlichen Stoffen bestehn. Barri-cadrren, einen Paß auf diese Weise ver-sperren.
Barricäden-tag (Tag der Barrika-den), der Tag, an welchem 1648 dasüber die Gefangennehmung Brousscls, desAnführers der Fronde, aufgebrachte pariserVolk die Straßen mit Kelten versperrthatte und mit Len grdßten Ausschweifun-gen drohte, aber durch das kluge Beneh-men des Coadjutors von Paris, welcherBroussels Loslaffung bewirkte, wieder be-ruhigt ward.
Barriere (fr.), 1) (Kriegs«.), einSchlagbaum mit spanischen Reitern odereisernen Federn versehen, bes. vor einemThor; 2) bisweilen ein Gattcrthor, wel-ches die Ausgänge des bedeckten Weges ei-ner Festung gegen das Feld verschließt;zu ihrer Beobachtung und Deckung wirdein Posten, die Schlagwacht, dabei auf-gestellt; 3) eine den Zutritt zu etwashindernde Schranke, so: die Umfassung einesöffentlichen Platzes durch auf Ständern ru-hende Balken, eine ähnliche Vorrichtung vorWachhänsern re.; 4) eine als Schutzwehrgegen einen feindlichen Einfall erbaute Fe-stungslinie; 5) alte und neue B-, s.unt. Barrieretractat; 6) auch bildlich so v.w. Schranke.
Barrikre, I) (Jean la, auch Bar-rerius), Stifter der Eon^re^arion äsriokrs Orrns äs I'eiiillans oder des heil.Bernhard von der Buße Und Reformatordes Cistercienservrdens. Er ward 1562Abt der Feuillans im BiSthum Rieux u.1587 Abt eines eignen von Heinrich 111.für ihn erbauten Klosters zu Paris, jedochspäter wegen seiner mehr als anachoretischen
Encycloxäd. Wörterbuch. Dritter Band.
Strenge suspendirt, von Clemens VIII.jedoch für unschuldig, erklärt; st. zu Rom1600im Geruch der Heiligkeit. 2) (Pierre,auch la Barre), aus Orleans, zuerst Boots-knecht, dann Soldat, ein melancholischerFanatiker, der König Heinrich IV. ermor-den wollte, aber ergriffen und am 26 .Aug. 1593 lebendig gerädert ward. 3) (D o-minique), geb. zu Marseille um 1622;lebte größtcntheils zu Rom und ist als ge-schickter Kupferstecher berühmt.
Barriere-tractat, der Vertrag,vermöge dessen den Holländern das Rechtzustand, in Dendermonde mit den Lstrei-chern gemeinschaftlich, in Namur, Lour-nay, Menin, Furnes, Warneton, Upernund Fort Knote (Barriere-Festun-gen), aber ausschließlich Besatzungen zuhalten. Er hatte den Zweck, Holland eineSchutzmaucr gegen Frankreich zu verschaf-fen. Die erste Idee dazu hatte Johannvan Witt um 1662 gefaßt, und von derZeit an waren die Generalstaatcn nichtmehr von dieser Idee abzubringen. 1709d. 29. Oct. schlossen sie mit England des-halb einen Vertrag, der d. 29. Jan. 171gAnwendung auf Östreich erhielt. Alleinerst d. 15. Nov. 1715 kam es zu Antwer-pen zur wirklichen Abschließung des Bar-rieretractaks. Ostreich erhielt vermöge des->selben die Niederlande mit der Bedingung,künftig nichts davon abzutrcten, gestanddie erwähnte Barriere zu, verpflichtetesich, zu einem mit Holland gemein-schaftlich aufzustellendcn Corps von 30— 35,000 Mann in den NiederlandenH zu stellen, trat Venloo und Stevcns-waert an Holland ab und gab ihm dieErlaubniß, eine gewisse Vertheidigungsliniean der Demer im Fall eines Kriegs zubesetzen, auch die Schelde zu Überschwem-mungen zu benutzen. Da die einzelnenPunkte des Vertrags nicht scharf bestimmtwaren, so entstanden oft Streitigkeiten;die Franzosen schleiften auch, als sie späterwieder in Flandern Krieg führten, einig«der Plätze, und seit der Milte des 18.Jahrh. kam daher der Tractat nicht mehrvollständig in Erfüllung. Joseph II. hobihn 1781 eigenmächtig ganz auf, indem erdie Barricrcfcstungen, sowie alle andern bra-bantischen Plätze schleifen ließ, und di«Holländer waren zu schwach, ihm zu weh-ren. 1791 u. 17ss4 trug dies indessen bielbei, den Franzosen das Vordringen in Bra-bant zu erleichtern, da die flüchtig her-A ge-