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2 (1835) Universal-Lexikon oder vollständiges encyclopädisches Wörterbuch : . 2 / Ap bis Barret
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724 Varomakrometer

Baromakromdter <v. gr-, Geburts,hülfe), eine einschalsge Wage mit einemGradmaße am Balken und einem Zollmaßauf der Schale, zur Bestimmung derSchwere und Länge neugeborner Kinder,von Stein erfunden und von Ostander ver,bessert.

Barometer (baromscruna» v. gr.,Phys.); 1) wörtl. ein Schweremesser über-haupt, doch in dieser Ausdehnung nicht ge-bräuchlich; 2) insbesondere ein zu Bestim-mung der relativen Schwere der Luft die-nendes Instrument. Es beruht auf demhydrostatischen Grundsätze, daß flüssige Kör-per, auch bei noch so großer Verschiedenheitder specistschen Schwere, im Gegendruckeinander das Gleichgewicht halten, wenndie größere Höhe der drückenden specisischleichtern Flüssigkeit die Ausgleichung bewirkt.2m Barometer wird der (nach Umständenverschiedene) von ihrer Schwere abhängendeDruck der Atmosphäre durch die Höhe ge-messen» bis zu welcher das Quecksilber ineiner oben luftdichten Röhre von der Atmo-sphäre gehoben wird. Diese Höhe beträgtim Durchschnitt in Orten von mittlererErhöhung über die Meeresfläche etwa 27jZoll. Es sinkt nämlich in einer, an einemEnde zugeschmolzenen, etwa So Zoll langen,durch das andere Ende mit Quecksilber ge-füllten Glasröhre, wenn dieselbe umgekehrtmit dem vorher zugehattenen Ende in einGefäß mit Quecksilber einzesenkt wird, dasQuecksilber bis ungefähr auf die gedachteHöhe herab, und es bleibt dann in derRöhre (in ihrer Einfachheit nach dem Er-finder Lorricelli ss. d.s To rric ell isch eRöhre benannt) ein (ziemlich) luftleererRaum oberhalb der Quecksilbersäule, (T o r-ricellische Leere). In einem licht-dichten mit Wasser angefüllten Gefäßewürde, unter gleichem Verhältniß dasWasser sich bis zwischen 3b und 32Fuß erheben, welche Höhe, im Vergleich mitder im Quecksilberbarometer, um-gekehrt genau dem Unterschiede der specifi-schen Schwere des Quecksilbers und desWassers entspricht. Es würde aber beiWasser der obere Raum auch in luft-dichtem Gefäße nicht lustleer bleiben, weildie unter gewöhnlichem atmosphärischenDruck immer mit Wasser verbunden blei-bende Lust unverzüglich dahin übertretenund dann das Wasser sich nur aus einemniedriger», nicht wohl zu berechnenden Standin derRöhre erhalten würde. Es kann alsoweder ein Wasserbarometer (nachPascals Vorschlag), noch eine mit anderntropfbaren Flüssigkeiten von minderer spe-cifischer Schwere gefällte Röhre denForderungen an ein B., als ein Meß-werkzeug, genügen. — So viele Ver-suche man auch seit der Erfindung (1643)des Quecksilberbarometers in seiner einfachsten

Barometer

Form (der gedachten Torriccllischen Röhre)gemacht hat, demselben Verbesserungen zugeben; so hat man doch gefunden, daß dieetwanigen Vortheile für bequemere odergenauere Beobachtungen der Veränderungendes Stands des Quecksilbers in der durch-sichtigen gläsernen Röhre (ungehörig Ba-rem eter-stand genannt), an einer an-gebrachlen Scdle zur Seite der Röhre, indem Maße durch andere Mangel ausge-glichen oder selbst überwogen werden,als man sich von der Einfachheit der Con-struclion in der bemerkten Art entfernt.Es sind daher auch nur' zwei Arten vonBarometern zu genauen Beobachtungendienlich: a) daS Gefäß- (Kapsel-) Ba-rometer, an welchem sich an dem untengebogenen Ende der Röhre eine daran ge-blasene, nach oben sich wieder verengende,offene, ziemlich geräumige Glaskugel befin-det. Da jedoch die Kugeln, weil sie vonder Röhre selbst außgeblasen werden, ganzdünn vom Glas und folglich sehr zerbrech-lich sind; so ist in den neuern Gefäßbaro-mctern das untere, gerad auslausende Endeder Röhre, statt sich selbst zu einem Gefäßzu erweitern, in eine hölzerne, mit Queck-silber angefüllte, Kapsel geküttet. An demober» Theile der Kapsel ist eine kleine Oeff-nung gelassen, um sowohl beim Regulirendes Barometers Quecksilber cinlaffen zukönnen, als auch der Lust Zutritt ins Ge-fäß zu »erstatten, die aber, damit keinStaub in die Kapsel komme, leicht miteinem Stöpselchen verschlossen ist. Wennnun auch im Fallen des Quecksilbers inder Röhre die Höhe des Standes in demNebenbehälter einen Zuwachs erhält; so be-trägt doch dies, wegen dessen relativerGeräumigkeit, nicht so viel, daß esbei der Berechnung des Standes nach einerunverrückt bleibenden Scale einen erheblichenUnterschied macht; ja auch diese Differenzkann durch Verrückbarkcit der Scale oder auchdurch Berechnung größtentheils ausgeglichenwerden, b) Das Heberbarometer, sovon seiner hebcrförmigen Gestalt benannt.Eme oben zugeschmol;ene, unten offeneGlasröhre wird nämlich in einer Länge von30—32 Zoll so gebogen, daß ihr übrigerTheil, der wenigstens noch 8—10" lang seinmuß, auswärts zu stehen kommt. Das indieser so gebogenen Röhre befindliche Queck-silber steigt nun in dem langen Theil(Schenkel) desselben, vermöge des Drucksder Luft, aufwärts und gibt mit dem, indem kurzen Schenkel befindlichen, Queck-silber stets den Barometerstand an, indemdaS Quecksilber immer in der einen Röhregenau um so viel steigt, als eS in der an-dern fällt. Es werden daher auch entwe-der doppelte Scalen angebracht und dieAngaben auf beiden bemerkt, dann nachVerschiedenheit de« Einrichtung der Sca-len