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2 (1835) Universal-Lexikon oder vollständiges encyclopädisches Wörterbuch : . 2 / Ap bis Barret
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Babel

er neue Grundsätze vor. Unter seinen Fah-nen sollen 250,000 Menschen umgekommensein. Seine Anhänger fanden Schutz inden Ländern des griechischen Kaiser«, dersie gegen die Muhammcdanischen Staatenbenutzte.

Babel, 1) f. Babylon; 2) ein Staat,eine Partei, oder etwas dem Ähnliches,welche Stolz, Hoffarth, Sittenlosigkeitzeigen, oder denen ihre Gegner das Schuldgeben.

Babel (Handlgsw.), ausgeschoffene,schlechte Waare.

Babela (Geogr.), Flecken in der Nähevon Antiochien, so genannt vom heiligenBabylas, dessen Reliquien bei Julians Ver-folgungen aus einer Vorstadt von Antio-chien hierher gebracht wurden.

Bab-el- (al)Mandeb (Meerenge vonMekka, Geogr.), so v. w. Lhränen- (To-des,) Pforte, 1) gefährlich zu befahrendeMeerenge zwischen dem arabischen Meer-busen und indischen Meere und den Vorge-birgen Gardafui (afrikanische Seite) undFartak; 2) ein Vorgebirge dabei, sonst mit,einem Fort; 3) eine Insel darin. Letztereheißt jetzt Perim (Mehun), hatte sonst einDorf, welches die Portugiesen zerstörten.

Bäbelot, Franciscancr u. Almosenierdes Herzogs von Montpensier, verließ zurZeit Karls IX. sein Kloster, begab sichzur Armee aus Haß gegen die Hugenottenund benutzte seinen Einfluß zu den größtenGräuelthaten, indem er jede erdenklicheTodeSmarter an den Protestanten übte; spä-ter ward er in Champigni von den Sol-daten des Prinzen von Conde gefangenund gehenkt.

Babel thou up (Geogr.), eine derPelewinseln (Asien). Hauptvrt Malligoyoke.

Babelmänen (holl.), Empörer, Un-ruhstifter; daher Name der holländischensogenannten Patrioten.

Bäbenberg (Bamberg, Grafen von),ein sehr altes teutsches , angeblich von frän-kischen Königen abstammendes Geschlecht,welches besonders vom Ende de« 9. Jahrh.an bekannt ist. Unter Ludwig dem Kindestifteten sie durch ihre Fehden mit den Gra-fen von Rothenburg in den Umgegenden vonWürzburg und Fritzlar viel Unheil; die be-kanntesten sind: 1) (Heinrich), Herzogder Ost-Franken, Markgraf gegen die Böh-men und Sorben, focht tapfer gegen diese866 — 886. 2)(Albert), s. Albrecht Grafvon Bamberg. 3) (Leopold), stiftete diebabenbergischen Markgrafen von Ostreich im10. Jahrh., .die bis 4) Friederich denStreitbaren dauerten, mildem sie 1236auS-starben. Vgl. Ostreich, Geschichte. (/77,.)

Babenberg (Lupoldus von, oder Ba-ben b erg ius), eigentlich Lupoldus vonEgloffstein; ward, nachdem er Kanonikuszu Mainz, Würzburg und Bamberg gcwe-

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sen war, 1333 Bischof von Bamberg, wo-von er jenen Namen erhielt; st. 1340;schrieb: üs juribus reßrii st äinperiiHoinanorum, herausgeg. von Berneggcr,Straßburg 1624, u. a. m.

Babenhäüsen (Geogr.), 1) (sonstigeReich« -) Herrschaft, 7 QM. groß mit 11,000Ew. und 2) Marktflecken an der Günz imOber-Donaukreise (Baiern), Besitzung undResidenz des Fürsten Fugger-Babenhausen,1600 Ew. 3) (Bobenhausen), Domänial-amt in der Provinz Starkenburg (Groß-herzogthum Hessen) mit 5000 Ew. 4>Hauptstadt desselben an der Gernsprinz mitSchloß, gutem Flachsbau, 1300 Ew.

Babenhäüsen (Grafen u. Fürsten von),s. Fugger.

Babrnus (Hugo), berühmterPhilokogund Lehrer der latein., griech. und hebr.Sprache zu Löwen; starb 1557 im 90. Le-bensjahre; ist Verfasser einer Grammatik,Rhetorik, einiger lat. Gedichte und theol.Streitschriften.

Baber (Geogr.), Jnselchcn im ostasia-tischen Meere, Gruppe der Gcwürzinseln,umgeben von mehreren kleinen.

Äabet, 1) Abkürzung von Elisabeth;2) s. Boursault.

Babeuf (Franqois Noel), gcb. bei St.Quentin 1762, war in seiner JugendSchreiber, Zinsbuchcommissär, Baubeflis-sener, schrieb bei Anfang der Revolutionfür diese, ward deshalb 1790 verhaftet,wieder losgelaffen, erhielt mehrmals kleinePosten, deren man ihn wieder entsetzte,bis er 1793 eine Anstellung in Paris er-hielt, dort den Namen Grachus Baboeufannahm, in einem Journal, rrlbun 3upeuxls, die abscheulichsten demokratischenMaßregeln aussprach, selbst nach Robes-pierre's Sturz noch immer das Schrcckens-system predigte, sich 1795 in eine Verschwö-rung gegen die Constitution einließ und des-halb 1797 hingcrichtet ward. (7-e.)

Babeur (Babuer, Baburn, Theodor),Maler zu Utrecht im Anfänge des 17. Jahrh.;malte im Geschmacke Peter NeefS Perspec-tiven des Innern der Kirchen.

Babey (Athanase Marie), vor der Re-volution Advocat zu Orgelet; zeigte sich baldals heftigen Vertheidiger derselben, warddeshalb Deputirter in der Versammlungder Notablen, schlug hier die gewaltsam-sten Maßregeln gegen die Geistlichkeit undEmigrirten entweder vor oder unterstütztesie doch, stimmte nicht für den Tod, son-dern nur für die Verbannung des Königsund ward deshalb durch die Bergparteimit 72 seiner College» selbst verbannt; 1794zurückberufen, ward er von Neuem Con-ventsmitglicd und darauf Mitglied des Rathsder 500 bis 1797, blieb aber später ohneAnstellung; st. 1815. (7./.)

Bäbia, 1) nach Photius bei den Einw.

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