Vorwort v»
schäften die Lage, geschichtliche und andere Merkwürdigkeiten anzugeben.Von Städten werden alle teutsche, von andern Städten und Dörfern nurdie ausgenommen, welche mindestens 1500 bis 2000 Einwohner haben, klei-nere Ortschaften nur dann, wenn sie wegen eines in oder bei ihnen befind-lichen Naturgegcnstandes, wegen des Kunststeines ihrer Bewohner, wegeneines historischen Ereignisses u. dergl. Aufmerksamkeit verdienen. Besondersmerkwürdige Gegenstände in Städten mit eignen Namen, wie sehr schöneBrücken, Kirchen und Plätze, erhalten ebenfalls Artikel.— Mit der.Geo-graphie ist die Statistik in genauester Verbindung. Auch die zu ihr gehö-rigen Angaben, besonders die Einwohnerzahl in runder Summe, sind daherbei Länder- oder auch Ortsbeschreibungen zu berücksichtigen.
8. Physik. Alle Naturerscheinungen werden m allgemein verständli-cher Weise erläutert; die zur Experimentalphysik und zu physikalischen Beob-achtungen dienenden Instrumente werden erklärt. Immer sind hier die neuestenEntdeckungen und Ansichten in der Physik genau zu berücksichtigen. — AlsMißbrauch, oder Mißverständnis« der Physik und der physischen Erscheinungengehören auch die der Magie und dem Aberglauben zufallenden Gegen-stände hierher.
9. Chemie. Alle Stoffe, Producte und Werkzeuge derselben erhaltenArtikel, die im Geiste des neuesten Standes der Wissenschaft bearbeitet werdenmüssen. — Auch die Benennungen der Alchemie sind nicht zu umgehen,und in Andeutungen, die der neuern Chemie entsprechen, zu erläutern.
10. Naturgeschichte. Jin Allgemeinen erhalten sämmtliche Ge-schlechter von Naturprodukten übereinstimmender Form eigne Artikel; wennsie bekannt und interessant sind und einen teutschen gangbaren Namen haben,unter diesein, außerdem unter der aus dem Lateinischen oder Griechischenübergetragenen Benennung. Hierbei wird das neueste und angenommensteSystem als Norm betrachtet; doch werden auch die älteren Systeme, wennsie eine Zeit lang Epoche gemacht haben, vorzüglich das Linnäsche, nicht un-beachtet gelassen. Sehr wichtige, besonders einheimische Arten, oder solche,welche Heilkräfte oder technischen Nutzen haben, oder auf eine andere Artmerkwürdig sind, werden eigen aufgeführt, die minder wichtigen bei demGeschlecht abgehandclt, die ganz unbedeutenden völlig übergangen.
Hinsichtlich der einzelnen Abtheilungen der Naturgeschichte ist Folgendeszu bemerken.
a) Mineralogie. Zu ihr ist auch die Geognosie gehörig.Es sind also auch die besondcrn Formationen der Gebirge, sodann die einzel-nen Fossilien und alles, was auf die Krystallographie derselben Bezug hat,aufzunehmen.
>,) Botanik. Außer den Gattungen und merkwürdigsten Artenvon Pflanzen wird auch die botanische Terminologie aufgestellt, wie siein den neuesten Schriften angenommen ist, jedoch mit Umgehung der all-gemein verständlichen, oder auch der allzusehr ins Specielle gehenden, oderauch nur willkürlichen Bezeichnungen Einzelner, und zwar in teutscheroder lateinischer Sprache, je nachdem eine oder die andere am häufigstenvorkommt, mit gegenseitigen Hinweisungen. Auch alles, was das Pflan-zenleben überhaupt betrifft, muß an seinem Ort zur Sprache kommen, eben soauch chemisch verschiedene Pflanzenstoffe u. s. w.
c) Zoologie. Die einheimischen vierfüßigen Thicre, Vögel, Amphi-bien und Fische sind alle aufzunehmen und auch die gebräuchlichen Synonymeanzugeben, von den fremden dagegen nur die wichtigen. Von den niedrigenThierklaffen werden, selbst wenn sie einheimisch sind, nur die Geschlechter undwichtigsten Arten aufgeführt.