Die blüthentragenden Zweige sind länger ein-fach oder an der Spitze ästig, und nur mit wenigen(3 Paare) entfernten Blättern besetzt.
Die Blätter, die an der Basis der jungenAeste stehen, sind breit - lanzettförmig, in einenBlattstiel herablaufend (cuneato-lanceolatae), zweibis zwei und einen halben Zoll lang, fünf bis achtLinien breit; die übrigen Blätter sind zwar vielschmäler, aber doch mehr lanzettförmig, nicht li-nienförmig; alle sind in der Jugend graulich-filzig,im Alter fast glatt.
Die Deckblättchen sind schmäler und länger.Der Kelch ist länger. Das Blumenrohrragt nur sehr wenig über den Kelch hervor, undder Schlund ist mehr oflen.
Die Staubfäden sind weiter oben und mehrin gleicher Höhe angeheftet.
Die Blut he n besitzen den bekannten ange-nehmen Geruch und übertrefFen hierin noch denschmalblättrigen gewöhnlichen Lavendel. Im süd-lichen Frankreich werden sie vorzugsweise zur Be-reitung des ätherischen La vendelöls benutzt.
Was bei unsern Droguisten unter dem Namen OleumSpicae vorkommt, ist ein Gemisch aus Lavendel-und Terpentinöl. (N. v. E.)
Abbildungen.Hayne Getr. Darst. VIII. 38.
Erklärung der Tafel,i. Der untere Theil der Pflanze.
2. Der obere Theil derselben.
3. Die Blüthe, von vorn gesehen.4- Dieselbe, von der Seite.
5. Der Kelch, von vorn gesehen.
6. Ein unteres Deckblättchen.
7. Ein oberes, (alle Figuren in natürlicher Gröfse.)
8. Eine geöffnete Blumenkrone.
g. Ein aufgesprungener Staubbeutel.
10. Derselbe, vom Rücken gesehen.
it. Der Fruchtknoten mit dem Griffel, vom Rücken
gesehen.12. Der Griffel mit der Narbe, von der Seite, (die
Figuren von 6 an vergröfsert.)i3. Der Saamen.