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Plantæ medicinales oder Sammlung offizineller Pflanzen
Entstehung
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Mala Cotonea minora * . ...»♦♦.*

i. Cydonia lusitanica, foliis obverse ovatis

subtus tomentosis ...♦♦..

Benennungen:

G r i e c h. ot{ov$i<». Cydonia oblonga, et kv&«mo» Cy-donia maliformis. Theoph. ex Spreng, hist.rei. herbar. pag. 92 et ^wro/*i)A.s*.Deutseh. Der gemeine Quittenbaum.Franz. Le Coignassier.

Cotogno»

Membrillero.

Marmeleiro.

Quince-tree.

Kweeboom.

Qusedetraee.

Quittentraid.

Armud.

Pigwa.

Gdaule.

Birs-Alma.

It al.

Span.

Port.

Engl,

Holl.

Dan.

S c h w e d

Russ.

Poln.

Böhm.

Ungar.

Der Quittenbaum, seit lange bekannt und jetztin Europa einheimisch, ist ursprünglich auf der In-sel Creta zu Hause. Nach Plinius Zeugnifs war erbey der alten Stadt Cydon, wovon er seinen Na-men hat, sehr häufig. Er wird auch jetzt noch inUngarn und im mittägigen Frankreich und andernLändern des südlichen Europas wild angetroffen;ist ein niedriger Baum von zehn bis zwölf Fufs Hö-he, der keine grofse Stärke erhält, und zuweilen auchstrauchartig ist. Sein Stamm wächst meistens krumm,erhebt sich wenig, und zertheilt sich in viele un-bewaffnete, abwechselnde, ausgebreitete Aeste. DieJüngern Aeste sind filzig, die altern dunkelrothbraunund mit kleinen zerstreuten Warzen besetzt. DieRinde des Stammes ist schwärzlich braun von Farbe.

Die Blätter sind abwechselnd, kurz gestielt,weich, ganz ungetheilt, eyförmig, oben hellgrünund glatt, unten weifslich und filzig, so wie auchdie Blattstiele. Die Afterblättchen an den jungemZweigen am Grunde der Blattstiele sind entgegenge-setzt, eyförmig und gesägt.

Die kurzgestielten, grofsen, röthlich weifsen,wohlriechenden Blüthen stehen einzeln an den Spit-zen der jungen Triebe. An jeder Blüthe betrach-tet man; einen bleibenden einblättrigen, ausgebrei-teten, in fünf an ihren Rändern leicht gezahnte Ein-schnitte getheilten weifsfilzigen Kelch; eine ziemlichgrofse Krone, welche aus fünf vertieften, etwas rund-lichen Blumenblättern besteht, die so wie auch dieStaubgefäfse (20 und mehr) im Kelche eingefügtsind. Die Staubfäden sind pfriemenförmig, und kür-zer als die Blumenkrone, die Staubbeutel einlach.Der Fruchtknoten sitzt unten, ist filzig, und mit fünffadenförmigen, am Grunde wolligen Grifleln, vonder Länge der Staubfäden, versehen. Die Narbensind einfach und stumpf.

Willd. Berl. wilde Baurnz. p. 112.Du Hamel edit Michel. 4» P- *36.Du Hamel. Arb. 1. p. 202. n. 3.C. Bauh. Pin. 434.

Du Roi. Harbk. Baumz. 1, p. 235.Willd. Berl. wilde Baumz. p. 112.Du Hamel edit Michel. 4» P» *36,Miller. Dict, n. 3.Du Hamel. Arb. t. p. 202. n. 4»

Die Frucht, Quitte, ist sehr wohlriechend, kurz,gestielt, filzig, mit dem Kelche gekrönt, von ver-schiedener Grofse, eckig, an der Spitze tief einge-drückt, anfangs von grüner, bey der Reife von gel-ber Farbe, und enthält in der Mitte eines festen flei-schigen Markes fünf knorpelartige Fächer, worindie Saamenkerne enthalten sind. Die Gestalt undGrofse der Früchte sind nach den Varietäten ver-schieden. Sie sind mehr oder weniger dick, rund-lich, biruförmig oder länglich.

Die Haupt-Varietäten sind, die Birnquitte, (P.C. oblonga); die Apfelquitte (P. C. maliformis) unddie portugiesische Quitte (P. C. lusitanica) welcheden höchsten Stamm, stärkere Triebe und gröfsereBlätter hat und auch gröfsere Früchte trägt.

Der Quittenbaum blüht im Mai und Juni, undbringt im October rede Früchte, welche, so wieauch die Saamen, (Quittenkerne, Quittensaamen, Se-men cvdoniorum) offizinell sind.

Die Früchte besitzen einen sehr angenehmen Ge-ruch, und frisch einen herben, sehr zusammenziehendenGeschmack, der sich aber durchs Kochen verliert.

Die Saamen haben die Gestalt der Apfelkerne,sind länglich zusammengedrückt, eckig, ungleich ge-staltet, an einem Ende stumpf, am andern spitzig,auf einer Seite platt, auf der andern bauchig, aus-wendig braun, glänzend, und inwendig weifs. Siesind geruchlos, haben aber einen schleimigen, mil-den Geschmack, und enthalten vielen Schleim. Ei-ne Verfälschung derselben mit den Kernen andererObstarten wird sich bei genauer Durchsicht leichterkennen lassen.

Abbildungen.

Flor du Dict. des Scienc. med. Livr. 33. pl. 12G.Plenk Jcon. pl. medic. 396.Jacq. F. Austr. !\. t. 342.Ludwig. Ectyp. t. 56.Kniphof. Cent. 6. n. 75.

Reiter und Abel. Abbild, tab. 5. C. oblonga.Du Hamel edit Michel, tom IV. t. 36. C, lusi-tanica.Blackwel. Herb. tab. 157. C. oblonga.Du Hamel. Arb. Vol. I. tab. 83. C. oblon-ja. Arb. fruit. Vol. I. Je. 20 t.