nc glatte aschfarbige Rinde, welche an den JüngernZweigen grün ist.
Die abwechselnden, mit kurzen, glatten undtiefrinnigen Blattstielen versehenen, eyförmig-läng-lichen , zugespitzten, festen, steifen, lederartigenBlätter siud glatt, glänzend, immergrün, vier, fünfbis sechs Zoll lang, einen bis zwey Zoll breit, anden Rändern etwas umgebogen, weitläufig, kurz undscharf gesägt; flach geädert mit stark hervorragen-der Mittelrippe, oben von dunkelgrüner Farbe, aufder Unterfläche blafsgrün, und nach dem Stiele zuam Grunde mit zwey Drüsen versehen.
Die schmutzig-weifsen, wenig glänzenden Blü-then stehen in den Winkeln der obern Blätter ineinfachen, aufrechten Trauben, welche drey Zolllaus oder auch wohl länger als die Blätter sind.Jedes Blümchen ist gestielt.
Der abfallende, unterhalb-befindliche, einblät-trige Kelch ist glockenförmig, und mit fünf tiefen,lanzettförmigen Einschnitten versehen. Die Kronebesteht aus fünf rundlichen, vertieften, offenenBlu-menblällern, die, so wie auch die zahlreichen, pfrie-menförmigen, mit zwey knöpfigen, kurzen Staubbeu-teln versehenen Staubfäden, welche fast die Längeder Krone haben, auf dem Kelche befestigt sind.Der rundliche, obere Fruchtknoten hat einen fa-denförmigen Griffel, der so lang ist als die Staub-fäden, und sich mit scheibenförmiger Narbe endigt.
Die Frucht, eine Steinfrucht ist rundlich, glatt,den Kirschen ähnlich, an einer Seite etwas gefurcht,von mittelmäfsiger Gröfse, nimmt eine schwarze Far-be an, je mehr sie sich der Reife nähert, und ent-hält in einem fleischigen, saftigen Marke, eine rund-lich-längliche, glatte jSufs, mit etwas vorstehendenMithen. Der Kern besitzt die den Blättern, denbittern Mandeln und der Blausäure eigentümlicheBitterkeit in hohem Grade.
Die Bl ü thez eit des Kirschlorbeerbaums, wel-
cher sich durch Ableger und Stecklinge vermehrenläfst, ist April und Mai.
Die Blätter (Kirschlorbeerblätter, folia Laiiro-Cerasi) sind offizineil.
Die frischen Blätter sind fast geruchlos; aberzerschnitten oder zwischen den Fingern geriebenriechen sie balsamisch, stark nach bitlern Mandelaund betäubend. Sie besitzen einen gleichen, bittern,etwas zusammenziehenden Geschmack. Die ge-trockneten Blätter sind fast geruch - und geschmack-los. Auch bey den Blüthen und Kernen ist derGeruch dem der Blätter gleich.
In den Offizinen ist das destillirte Wasser (Kirsch-lorbeerwasser, aq. Latiro-Cerasi vorräthig.
Auch hat man ein ätherisches Oel (Oleum Lau-ro-Cerasi) welches schwer ist, im Wasser zu Bo-den sinkt, eine gelbliche Farbe hat, äusserst giftigeEigenschaften und den' Geschmack und Geruch derBlätter im höchsten Grade besitzt.
Erklärung der Platte.Flor du dict. des scienc. med. livr. 56. pl. 2i5.Plenk icon. pl. med. p. 383.Blackwell herb. t. 5i2.Du Hamel arbr. T. I. pl. i33.Camer bort. t. a3.
Erklärung der Platte.
Taf. No.
1.
Ein Zweig mit Früchten.
2.
Die Blüthe.
5.
Der Kelch.
4.
Der Fruchtknoten.
3.
Ein Staubgefäfs.
6.
Eine durchschnittene Kirsche
7-
Die Nufs.
8.
Der Saame.
II
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