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Lab
Laborant, (Lat.) einer der sich mit Schmelzen, Destillier»und andern chemischen Arbeiten beschäftigt, ein SchmelzkünstlerScheidckünstler, bisweilen ein Goldmacher. Laboratorium,die Werkstatt des SchcidekünstlerS, insbesondere deS Apothekers.Desgleichen das Werkhaus des Feuerwerkers. — Laboriös, ar-beitsam, mühsam ; z. B. er ist sehr laboriös, d. h. arbeitsam ; ein laboriö.ses Geschäft, d. i. ein mühsames. Laborsren, eigentlich arbei-ten. Man gebraucht es aber insbesondere für: chemische Arbeiten ver-richten, z. B. schmelzen, abziehen, scheiden. Auch: die Goldmacher-kunst treiben, wobei denn Mancher sein Gold verlaborirt. Alleinem Uebel, einer Krankheit laboriren, heißt: damit behaftet seyn,daran leiden.
Labrador oder Neubri tan nien, eine große Halbinseldes nördlichen Amerika's, zwischen der Hudsonsbay, Canada unddem Atlantischen Meere. Sie bat ein sehr rauheS und kaltes Clima,viele Wälder und Gebirge, so daß sie zum Anbau gar nicht geschicktist. Im Innern ist sie ganz unbekannt; an den Küsten wohnen dieEskimo' s (m. s. diesen Art.), welche den Grönländern ganzähnlich sind, und von der Jagd und dem Fischfang leben. Auch gibteS hier einige Faktoreien Englischer Kaufleute von der HudsonSbay -Compagnie, einer Handelsgesellschaft in London; und daher wirddiese Halb,'iscl für eine Englische Besitzung angesehen. Pe!z-u»dSeethirre sind nebst dem bekannten Labrad or st ei n e die einzigenGegenstände des hiesigen Handels. In den neuern Zeiten haben sichauch Missionen von evangelischen Brüdern hier niedergelassen. Ca-spar Eortereal, ein'Portugiese, hat diese Halbinsel i. I. izex»entdeckt. — Im Jahr 1796 sind die meisten EtablissemenS auf La-brad or von einem Lheile der Französischen Flotte deS AdmiralsRichery zerstört - orden, welcher eine ähnliche Expedition aufTer-reneuve (s. d. Art. Neufundland) auSgeführk hatte-
Das Labyrinth- eine Gattung großer Werke der Natur undältern Bauku st, worin es unmöglich war, sich ohne künstliche Mit-tel hcrauszufinden. Es gab deren mehrere. Die beiden berühmte--stcn waren auf der Insel Kreta (jetzt Candia) im Mittelländi-schen Meere und in E g ypten am See Möris. 1) Das Egyp ti-sche war ein sehr grvßeS Gebäude von weißem Marmor, cs standhalb unter und halb über der Erde, und faßte gegen zooo Säle undZimmer in sich, deren ganze Einrichtung und Eintheilung, nach Gat-te rer, anzeigt, daß eine architektonisch-symbolische Darstellung deSLhierkreiseS und des Laufe- der Sonne mit den übrigen Planeten durchdcnscl'oen gewesen ist. Es konnte auch durch seine drei tausend Zim-mer und durch die darin befindlichen Thierbilder aller Art dieWanderung der Seele durch alle Arten der Thirrkörper mahlen ; auchwar es wohl zu astrologischen Wahrsagungen bestimmt.2) Das Labyrinth auf der Insel Kreta, eine große unterirdischeHökle, von so vielen sich durchkreuzenden Gängen und Kluften, undso finster, daß eS unmöglich war, ohne eine Schnur und Fackel wiederherauszukonimcn. Hier hielt sich, wie die Jabel sagt, der Mino-