Mehrteiliges Werk 
Plantæ medicinales oder Sammlung offizineller Pflanzen
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

P. foliis riigosis deatatis hirsutis, scapis multi-

floris, floribus omnibus nutantibus. .P. veris odorata, flore lutco simplici.

Verbasculum pratense odoratum. .

Benennungen.

Deutsch. Die Frühlings-Primel. Die Schlüssel-blume.Französ. La primevere. Primevere officinale,Italien, und Port. Primavera.

Span.

Engl.

Holland.

Dänisch.

Nnrweg.

Seh wed.

Russ.

P o 1 n.

Böhm.

Ungar.

Primula veris.

Tbe Cowslips.

Steutelbloem.

Oxedriff.

Marinökkel.

Oxelägg.

Bukwiza.

Bukwica biala.

Bukwice bjala.

Käsa-virag.

Diese angenehme und bekannte- Friihlingspflanzefindet sich durch ganz Deutschland, doch häufigerin den nördlichem Gegenden, auf Wiesen.

Die Blätter' steben alle in einem Rasen amGrunde des Blüthenschafts, und laufen in lange ge-flügelte, aus der breiten dreykantigen Miltelrippegebildete Blattstiele herab; sie sind eyförmig stumpfrunzlich am Rande gekerbt und etwas kraufs, aufder oberen Seite glatt, unten weichhaarig mit her-vorspringenden Adern.

Der Schaft ist 6 - 8 Zoll hoch, rund undschwach behaart. Die Blüthen stehen in einereinfachen Dolde (sertulum) an der Spitze; die Blü-thenstiele kommen aus einer von einigen kleinenspitzen Blättchen gebildeten Hülle; sie sind kurznickend und von verschiedener Länge.

Der fünfeckige fünfzahnige bauchig-erweiterteKelch ist weichhaarig, blofs gelblich-weifs undfast von der Länge des Blumenrohrs.

Die Krone ist trichterförmig von goldgelberFarbe mit fünf dunklern Punkten am Schlund; dasBlumenrohr ist entweder in der Mitte oder amSchlund erweitert; der Saum besteht aus fünf stum-pfen coneaven ausgerandeten Lappen. Die Staub-beutel sind an der erweiterten Stelle, unterhalbder Mitte oder in dem erweiterten Schlund auf sehrkurzen Trägern befestigt. Der Griffel minder

Haller. Helvet. n. 610.J. Bauh. Hist. 3. p. 495-C, Bauh. Pin. p. ä4i.

kapseiförmigen Narbe ist im erstem Fall län-ger als die Staubgefäfse, im zweyteu hingegen kür-zer als diese. Auf dieser Verschiedenheit beruhtdie Unterscheidung in zwey Spielarten, in die mitlängerem und die mit kürzerem Pistill. DieKapsel ist einfächrig vielsaamig und springt an derSpitze in zehn Zähnen auf.

Die wohlriechenden Blüthen dieser Pflanze sindunter dem Namen Flores primulae veris s. Paraly-scos officinell.

Die noch verwandte Primula elatior Sm. unter-scheidet sich vorzüglich:

durch den kürzeren weniger bauchigen

Kelch,durch gröfsere blafs-gelbe Blumen,durch den flachen nicht coneaven Saum

der Krone, unddurch den Mangel des angenehmen Ge-ruchs.

(N. v. E^

Abbildungen.

Smith. Engl. bot. tab. 5.Curtis. Fl. Lond. Fase. 6. tab. i5.Sturm. Fl. germ. Fase. I. i4-Drewes et Hayne. bot. Bild. f. it.Plenk. Icon. plant, officin. f. 86.Black well. Herb. tab. 52.Bulliard. Herb. tab. 171.Svensk. botau. tab. 5.

Trattinnik. tabular. tab. 4 10 » P« variabilis,E. officinalis. v

Erklärung der Tafel.

1. Die blühende Pflanze.

2. Ein geöffneter Kelch mit dem Pistill.

8. Blumen mit den Staubgefäfsen in der Mitte desRohrs.

4. Dieselben mit den Staubgefäfsen oben im erwei-

terten Schlund.

5. Die an der Spitze aufgesprungene Kapsel.

6. Dieselbe der Länge nach durchschnitten.

7. DieBlütben von Primula elatior Sm. zum Vergleich.