wächshäusern. In seinem Vaterlande vermehrt ersich sehr stark, theils aus Saamen, theils durch diesich weit ausbreitenden Wurzeln und Wurzelspros-sen, und blüht im May und Juny.
Er bildet einen schon belaubten sehr aussre-breiteten Wipfel, Die Zweige sind von gelbbrau-ner Farbe und glatt.
Die abwechselnden, gestielten, abfallenden Blät-ter sind von verschiedener Gröfse und Gestalt, baldungetheilt, eyformig, bald zwey oder dreylappig,glatt, oben dunkelgrau, unten blässer und etwasbläulich-grün. Jung sind sie weich und unten et-was zottig.
Die kleinen, gelben, angenehm -riechenden Blu-men stehen in kurzen, aufrechten Doldentrauben.Sie sind gewöhnlich ganz getrennten Geschlechts;jedoch finden sich auch Zwitterblüthen, Die Stiel-chen der Doldentrauben sind etwas haarig, und mithinfälligen, linsenförmigen Nebenblättchen versehen,
Bey den männlichen Blumen bemerkt man achtoder neun Staubfäden, und bey den weiblichen sechssehr kurze und unfruchtbare Staubfäden. Der Kelchoder die Krone ist tief in sechs fast linienförmige,vertiefte, sternförmig-geöffnete Einschnitte getheilt.Die Staubgefäfse sind kürzer als der Kelch; die Trä-ger ohne Drüsen. Der Fruchtknoten ist eyformig;der Griffel länger als die Staubgefäfse und die Nar-be stumpf.
Die Früchte sind eyformig, bey der Reife hell-blau und am Grunde von dem röthlichen Kelche,wie von einem kleinen Näpfchen umgeben.
Das Holz der Wurzel (lignum Sassafras, Sas-safras, Sassafrasholz, Fenchelholz) und die Rindederselben, (Cortex ligni Sassafras, Sassafrasrinde)sind offizineil.
Die Rinde ist. dick, leicht, schwammig, zer-brechlich, r unzlich, graulich-braunroth, innen rost-farbig, von einem angenehmen, fenchelartigen Ge-ruch , einem aromalischen, süfslichen, etwas schar-fen Geschmack und wirksamer und kräftiger, alsdas Holz, welches wir in grofsen, dicken, ästigen,knolligen, zum Theil noch mit der Rinde bedeck-ten, zum Theil davon entblöfsten Stücken erhalten.Es ist leicht, weich, schwammig und von gelb oderfahlbräunlicher, oft ins Rothe fallender Farbe. Zum
Arzneygcbrauche sind die Irischen, stark-riechen-den und noch mit der Rinde versehenen Stückeauszuwählen. Nicht selten werden auch Holzstückevom Stamme und den Zweigen, welche weniger äs-tig, bald sehr dick, bald schwächer, und von we-niger Wirksamkeit sind, mit dem Wurzelholze un-tereinander vermischt verkauft, und sind so wieauch die veralteten, geruch- und geschmacklosenund von alter Rinde entblöfsten Stücke verwerflich.
Nach Hahnemann sollen sich unter dem Sas-safrasholze zuweilen auch Stücke befinden, die ei-nen Anisgeruch besitzen, ein zarteres und festeresGewebe haben, und als unwirksam ausgeworfenwerden müfsen. Auch erwähnt er, dafs ehedem beydem theuren Preise des Sassafrasholzes, Fichtenbolzin Fenchelabsud gekocht, für achtes Sassafrasholzverkauft worden sey.
Das aus dem Sassafrasholze durch Destillationmit Wasser erhaltene, ätherische Oel, (Oleum ligniSassafras, Sassafrasholzöl) ist gelblich, sinkt im Was-ser nieder, wird mit der Zeit röthlich, und schmecktund riecht wie das Holz, nur in stärkerm Grade.
Abbildungen :
Plenk Jcon. pl. med. 3i6.
Trew. pl. select, ab Ehret, pict. tab.'5g. 60.
Black well Herb. tab. 267.
Gieseke Jcon. fascil. I. n. 9.
Catesby Hist. nat. Carolin. I. tab, 55.
Selig man av. icon, 2. tab. 10.
Pluknet Almagest. tab. 222. fig. 6.
Flor du Dict. des Scienc. med. Livr. 81. pl. 312.
Erklärung der Platte.
Die Abbildung ist nach einem Exemplare ausPensylvanien.Nro.
1. Ein blühender Zweig.
2. Ein fruchtragender Zweig.
3. Eine einzelne Blume in natürlicher Gröfse.
4. Ein einzelnes Blumenblatt vergröfsert.
5. Fruchtbare und sterile Staubgefäfse vergröfsert.
6. Ein Staubgefäfs mit geöffnetem Staubbeutel noch
mehr vergröfsert.
7. Eiu Stück Rinde vom Stamme.